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Redaktionsbüro DriveStyle
Florian T. Mrazek

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    8. März 2010

    Dominik Kraihamer bereit für erste volle FLM-Saison

    Einmal mit einem waschechten Formel 1-Piloten die Rennstrecke teilen. Was viele Motorsportler ihr ganzes Leben nicht vergönnt ist, wurde für Dominik Kraihamer und Norbert Lenzenweger vergangenes Wochenende gleich in mehrfacher Ausführung wahr: Im Rahmen des offiziellen Testwochenendes der Le Mans Series (LMS) in Le Castellet waren nicht weniger als fünf ehemalige GP-Sieger mit von der Partie, darunter mit Nigel Mansell sogar ein ehemaliger Weltmeister. Und mittendrin der 20-jährige Salzburger, der bei der LMS-Premiere der Formel Le Mans im bestens aufgestellten Boliden von Team Boutsen Energy eine gewohnt starke Leistung ablieferte. Nach einem abschließenden Langstrecken-Stint bei Dunkelheit ist Dodo nun heiß auf den Saisonbeginn der FLM am 10./11. April.

    Motorsportjournalist Florian T. Mrazek berichtet live aus Le Castellet.

    An selber Stelle, wo in etwas mehr als einem Monat die Ampeln für die 2010er-Saison der LMS auf Grün schalten, trafen gestern, Sonntag, erstmals die 450-PS-Prototypen der Formel Le Mans auf die ganz Großen des GT-Sports. Mit dabei große Namen wie Jean Alesi, Giancarlo Fisichella, Oliver Panis – und eben Nigel Mansell, der gemeinsam mit seinen Söhnen Greg und Leo einen Ginetta-Zytek 09S um den südfranzösischen Kurs jagte. Allen voran Dominik „Dodo“ Kraihamer konnte es im Vorfeld kaum erwarten, mit den bis zu 360 km/h schnellen LMP1-Monstern von Peugeot, Lola-Aston Martin und Pescarolo-Judd auf die Strecke von Paul Ricard zu gehen.

    Souveräne Youngsters
    „Natürlich ist man im Vorfeld etwas angespannt, wenn anstatt 10 oder 12 plötzlich bis zu 40 Gegner auf der Strecke sind – und das mit gehörigen Tempounterschieden. Aber schon bald kommt man drauf, dass die auch nur mit Wasser kochen“, so Dominik, der sein Cockpit diesmal mit seinem Teamkollegen für die kommende Saison teilte, dem Belgier Nicolas de Crem. Damit stellt das Team Boutsen Energy kommende Saison das jüngste Fahrerduo: de Crem, der bisher Erfahrungen in der Formel Renault sammelte und in der belgischen Tourenwagenmeisterschaft auf Audi zuletzt einen Sieg feierte, ist mit 19 sogar noch einige Monate jünger als Dodo.

    Histo-Cup Champ überholt F1-Weltmeister
    Trotz permanenten Nieselregens brachte das Team das geplante Testprogramm locker durch. Von den vier anwesenden FLM-Boliden war Boutsen zweimal Schnellster sowie einmal Zweiter und absolvierte auch einen 100-minütigen Nachtstint ohne Probleme.
    Unterstützt wurde das österreichisch-belgische Fahrerduo wiederum vom 39-jährigen Tourenwagen-Routinier Norbert Lenzenweger. Der Mühlviertler Histo-Cup-Pilot wird mittelfristig als dritter Einsatzfahrer aufgebaut – und freute sich in Südfrankreich über ein ganz persönliches Highlight: „In einer Runde ist es sich genau so ausgegangen, dass ich eben auf der Start-Ziel-Gerade war, als Nigel Mansell aus der Box fuhr. Ich hab kurz überlegt, ob ich bremsen soll – hab dann aber doch stehen lassen und bin außen in der Kurve an ihm vorbei. Natürlich hat er mich im viel schnelleren LMP1 sofort wieder überholt, aber trotzdem kann ich behaupten, einen Formel 1-Weltmeister ausgebremst zu haben.“

    6. März 2010

    Frühlingsgefühle beim LMS-Test in Le Castellet

    Einen größeren Kontrast kanns wohl nicht geben: Während das Drivestyle-Testfahrzeug der kommenden Woche – der BMW X1 – daheim in Salzburg im Schnee versinkt, beginnt hier in Südfrankreich gerade der Frühling. Woran man das merkt? Hier blühen die Frühlingsblumen, in Österreich die Frostbeulen. Außerdem geht am Circuit Paul Ricard morgen der letzte Test der Le Mans Series über die Bühne, bevor am 10./11. April an selber Stelle die Ampeln für die 2010er-Saison auf Grün schalten.

    Motorsportjournalist Florian T. Mrazek berichtet live aus Le Castellet.

    17. Februar 2010

    Gestatten: V-Max!

    Schon der Name geht runter wie der vierte Faschingskrapfen: Audi RS6 Plus Sport. Der kostet nicht nur 3.250 Euro mehr als der normale RS6, dank Aufhebung des Topspeed-Limits läuft das auf 500 Stück limitierte Sondermodell des Sondermodells des A6 303 km/h. Kein Faschingsscherz.

    Florian T. Mrazek

    Während es die mit den fünf Ringen in Vancouver bisher nicht hinbekommen haben, zeigen es die mit den vier Ringen in Ingolstadt nun, wie das so geht mit Superkombis. In Sachen Leistung bleibt beim 580 PS starken V10 aus dem Lamborghini alles beim Alten. Dort, wo man den RS6 schonb bisher am öftesten trifft – auf der Überholspur auf deutschen Autobahnen – dürfte man den Unterschied aber deutlich spüren. Denn anders als sein müsam zivilisierter Bruder schert sich der Audi RS6 Plus Sport nix aus der freiwilligen 250 km/h-Beschränkung und läuft so locker lässig über 300 km/h.

    10. Februar 2010

    Herrchen der Ringe

    So lange ist es noch gar nicht her, da bekam Audi für den ambitionierten, aber hässlichen A2 ordentlich Haue. Knapp 10 Jahre und einige japanische Hybrid-Dampfplauderer später probiert es Audi mit dem A1 jetzt noch einmal bei den Kleinen. Der erste Audi unter vier Meter Länge haut dabei ordentlich auf den Tisch – und ist trotzdem ein echter Grüner.

    Von Florian T. Mrazek

    25. Januar 2010

    Dodo Kraihamer erster Winterserien-Champ!

    Das Motorsportjahr 2010 ist noch kein Monat alt, und doch hat Österreich schon einen Motorsport-Meister! Der 20-jährige Prototypen-Youngster Dominik Kraihamer gewann am vergangenen Wochenende das dritte und letzte Sprintrennen zur Sportwagen Winterserie und sicherte sich damit auch den Meistertitel in seiner Klasse.

    Motorsportjournalist Florian T. Mrazek berichtet aus Le Castellet.

    Dominik Kraihamer auf Pole Position beim letzten Sprintrennen der Sportwagen Winterserie in Le Castellet.

    Besser hätte das Motorsportjahr für Dominik “Dodo” Kraihamer kaum beginnen können. Mit seinem zweiten Sieg in der laufenden Winterserie (drei Rennen, allesamt auf dem HTTT Paul Ricard in Le Castellet, FRA) sicherte sich Dodo Kraihamer als erster Pilot den Meistertitel in der Sprint-Wertung der erstmals ausgetragenen Sportwagen-Winterserie.

    23. Januar 2010

    Die Gallier des Motorsports

    Samstag: Tag der Weltcup-Abfahrt in Kitzbühel. Ganz Österreich steht im Bann des Wintersports. Ganz Österreich? Nein – eine kleine, eingeschworene Truppe aus Salzburg betreibt auch im Winter Motorsport auf höchstem Niveau. So schickt VPD Racing gleich zwei Fahrer zum dritten und letzten Lauf der Sportwagen Winterserie auf den Circuit Paul Ricard ins südfranzösischen Le Castellet. Am Steuer des 440-PS-LMS-Prototypen: Jungspund Dodo Kraihamer und Histo-Cup-Haudegen Norbert Lenzenweger.

    Am Sonntag kommt es auf dem HTTT (High Tech Test Track) Paul Ricard zum Showdown der erstmals ausgetragenen Formel Le Mans Winter Series. Diese besteht aus gerade einmal 3 Renntagen zwischen November und Jänner und wurde vom Chassis-Fabrikant Oreca und der ASO gegründet, um jungen Fahrern den Einstieg in den Prototypen-Rennsport zu ermöglichen.

    7. Januar 2010

    Bissige Sambatänzerin

    Sie stammt aus einer Zeit, in der Autos noch wie giftige Tiere hießen. Und hat man mal aufs Angurten vergessen, raubten Sie dir mit ihrer Piepserei auch nicht den letzten Nerv. Denn Gurte gab’s noch nicht. Jetzt soll die legendäre AC Cobra wiederbelebt werden. Freiwillige vor!

    Wir schreiben das Jahr 1962. Graham Hill wird auf BRM erstmals Formel 1-Weltmeister. Die Kuba-Krise bringt die Welt an den Rand des 3. Weltkriegs. Brian Jones, Mick Jagger und Keith Richards gründen die „The Rolling Stones“. Abseits dieser Meilensteine beschloss ein gewisser Carroll Shelby, in das Chassis des mäßig erfolgreichen englischen Sportwagens AC Ace einen modifizierten 4,2-Liter-V8-Motor einzupflanzen. Anstatt den V8 einfach unter der langen Motorhaube zu verstauen, verpasste der texanischer Ex-Rennfahrer dem Roadster verstärkte Kraftübertragung, Rahmen und Aufhängung und dazu noch die Scheibenbremsen aus dem Jaguar E-Type. Fertig war die AC Cobra.

    2. Januar 2010

    Histo-Cup on Ice: Heiße Runde im Aaltonen-Porsche

    Im vollen Namen heißt er Rauno August Aaltonen, ist knackige 71 und eine lebende Rallye-Legende. Von 3. bis 5. Jänner 2010 wird der Monte-Sieger und Rallye-Europameister von 1965 bei der Planai Classic in Gröbming wieder gehörig um die Spitzkehren dynamisieren. Und wie schon in den vergangenen Jahren vertraut er dabei seinem Freund, dem Oldtimer-Kenner Mike Höll, sein “Gebetsbuch” an. Während das finnisch-salzburger Duo 2009 noch stilecht im Jubiläums-Mini Cooper unterwegs war, greift der Mann mit der Wolfsfellmütze dieses Jahr auf etwas Handfestes zurück: einen 1971 Porsche 911 im legendären Kremer-Design. Am Weg zur technischen Abnahme in Schladming schaute Besitzer Mike Höll bei “Histo-Cup on Ice” am vereisten Lungauring vorbei. Ein letzter Systemcheck, denn wenn Rauno am Sonntag in Salzburg landet, muss alles passen. Am Tag vor dem offiziellen Start durfte ich am “heißen Sitz” des 911ers im Kremer-Design Platz nehmen. Das Drivestyle-Video dazu sieht Ihr nur hier:

    4. Dezember 2009

    Wolperdinger 4MOTION oder: Gib mir Tiernamen!

    Ältere Geschwister sind eine coole Sache. Nicht nur, weil du spielzeugtechnisch nicht bei Null anfangen musst. Im Nachhinein betrachtet geben sie deiner Kindheit mehr Weitwinkel, höhere Auflösung und Dolby Surround. Viel mehr, als du kleiner Bimpf, der du so kurz nach dem Kaltstart nun mal bist, eigentlich haben kannst. Typischer Fall von Vorsprung durch Frühstart.

    Beispiel gefällig? Die Autos, die mein älterer Bruder in den 70ern cool fand, fand ich später selbst auch cool, eh klar. Es war die Zeit, als man Nutzfahrzeugen noch Tiernamen gab, in Anlehnung an die braven Viecherl, mit denen man jahrhundertelang Haus, Hof und Stall geteilt hatte. Haflinger. Pinzgauer. Noriker. Iltis. Dann kam irgendwann der humorlose Puch G. Aus unerfindlichen Gründen gibt man den motorisierten Sherpas dieser Welt seither Namen, die ungefähr so sexy klingen wie Haftcremes, Damenbinden oder kastrierte Kängurus.

    3. Dezember 2009

    Audi A8 F. X.-Mayr

    Rechtzeitig zur Vanillekipferl-Hochkonjunktur geht Audi nach Miami und serviert dort den frischgebackenen Audi A8.

    Ausgerechnet im Advent, wenn auf den Christkindlmärkten heftig gepunscht und geglühweint wird und bei einschlägigen Omabesuchen die Vanillekipferl tief fliegen, verordnet sich der bald größte Autokonzern der Welt eine F.X.-Mayr-Diät. Erst vor zwei gingen die sexy Fotos des neuen Oben-ohne-Porsches Boxster Spyder um die Welt – jetzt liegt die Schwesterfirma Audi nach. Wenn auch in einer anderen Gewichtsklasse. Auf der Design Miami 2009 feiert das Flaggschiff der Ingolstädter Weltpremiere. Der 2010er A8 gibt sich noch sportlicher, noch schlanker und noch sparsamer.