23. Januar 2010
Samstag: Tag der Weltcup-Abfahrt in Kitzbühel. Ganz Österreich steht im Bann des Wintersports. Ganz Österreich? Nein – eine kleine, eingeschworene Truppe aus Salzburg betreibt auch im Winter Motorsport auf höchstem Niveau. So schickt VPD Racing gleich zwei Fahrer zum dritten und letzten Lauf der Sportwagen Winterserie auf den Circuit Paul Ricard ins südfranzösischen Le Castellet. Am Steuer des 440-PS-LMS-Prototypen: Jungspund Dodo Kraihamer und Histo-Cup-Haudegen Norbert Lenzenweger.
Am Sonntag kommt es auf dem HTTT (High Tech Test Track) Paul Ricard zum Showdown der erstmals ausgetragenen Formel Le Mans Winter Series. Diese besteht aus gerade einmal 3 Renntagen zwischen November und Jänner und wurde vom Chassis-Fabrikant Oreca und der ASO gegründet, um jungen Fahrern den Einstieg in den Prototypen-Rennsport zu ermöglichen.
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7. Januar 2010
Sie stammt aus einer Zeit, in der Autos noch wie giftige Tiere hießen. Und hat man mal aufs Angurten vergessen, raubten Sie dir mit ihrer Piepserei auch nicht den letzten Nerv. Denn Gurte gab’s noch nicht. Jetzt soll die legendäre AC Cobra wiederbelebt werden. Freiwillige vor!
Wir schreiben das Jahr 1962. Graham Hill wird auf BRM erstmals Formel 1-Weltmeister. Die Kuba-Krise bringt die Welt an den Rand des 3. Weltkriegs. Brian Jones, Mick Jagger und Keith Richards gründen die „The Rolling Stones“. Abseits dieser Meilensteine beschloss ein gewisser Carroll Shelby, in das Chassis des mäßig erfolgreichen englischen Sportwagens AC Ace einen modifizierten 4,2-Liter-V8-Motor einzupflanzen. Anstatt den V8 einfach unter der langen Motorhaube zu verstauen, verpasste der texanischer Ex-Rennfahrer dem Roadster verstärkte Kraftübertragung, Rahmen und Aufhängung und dazu noch die Scheibenbremsen aus dem Jaguar E-Type. Fertig war die AC Cobra.
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2. Januar 2010
Im vollen Namen heißt er Rauno August Aaltonen, ist knackige 71 und eine lebende Rallye-Legende. Von 3. bis 5. Jänner 2010 wird der Monte-Sieger und Rallye-Europameister von 1965 bei der Planai Classic in Gröbming wieder gehörig um die Spitzkehren dynamisieren. Und wie schon in den vergangenen Jahren vertraut er dabei seinem Freund, dem Oldtimer-Kenner Mike Höll, sein “Gebetsbuch” an. Während das finnisch-salzburger Duo 2009 noch stilecht im Jubiläums-Mini Cooper unterwegs war, greift der Mann mit der Wolfsfellmütze dieses Jahr auf etwas Handfestes zurück: einen 1971 Porsche 911 im legendären Kremer-Design. Am Weg zur technischen Abnahme in Schladming schaute Besitzer Mike Höll bei “Histo-Cup on Ice” am vereisten Lungauring vorbei. Ein letzter Systemcheck, denn wenn Rauno am Sonntag in Salzburg landet, muss alles passen. Am Tag vor dem offiziellen Start durfte ich am “heißen Sitz” des 911ers im Kremer-Design Platz nehmen. Das Drivestyle-Video dazu sieht Ihr nur hier:
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4. Dezember 2009
Ältere Geschwister sind eine coole Sache. Nicht nur, weil du spielzeugtechnisch nicht bei Null anfangen musst. Im Nachhinein betrachtet geben sie deiner Kindheit mehr Weitwinkel, höhere Auflösung und Dolby Surround. Viel mehr, als du kleiner Bimpf, der du so kurz nach dem Kaltstart nun mal bist, eigentlich haben kannst. Typischer Fall von Vorsprung durch Frühstart.
Beispiel gefällig? Die Autos, die mein älterer Bruder in den 70ern cool fand, fand ich später selbst auch cool, eh klar. Es war die Zeit, als man Nutzfahrzeugen noch Tiernamen gab, in Anlehnung an die braven Viecherl, mit denen man jahrhundertelang Haus, Hof und Stall geteilt hatte. Haflinger. Pinzgauer. Noriker. Iltis. Dann kam irgendwann der humorlose Puch G. Aus unerfindlichen Gründen gibt man den motorisierten Sherpas dieser Welt seither Namen, die ungefähr so sexy klingen wie Haftcremes, Damenbinden oder kastrierte Kängurus.
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3. Dezember 2009
Rechtzeitig zur Vanillekipferl-Hochkonjunktur geht Audi nach Miami und serviert dort den frischgebackenen Audi A8.
Ausgerechnet im Advent, wenn auf den Christkindlmärkten heftig gepunscht und geglühweint wird und bei einschlägigen Omabesuchen die Vanillekipferl tief fliegen, verordnet sich der bald größte Autokonzern der Welt eine F.X.-Mayr-Diät. Erst vor zwei gingen die sexy Fotos des neuen Oben-ohne-Porsches Boxster Spyder um die Welt – jetzt liegt die Schwesterfirma Audi nach. Wenn auch in einer anderen Gewichtsklasse. Auf der Design Miami 2009 feiert das Flaggschiff der Ingolstädter Weltpremiere. Der 2010er A8 gibt sich noch sportlicher, noch schlanker und noch sparsamer.
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Tags: Achtgang-Tiptronic, adaptive air suspension, Audi, Audi A8, Audi Space Frame, Bang & Olufson, Miami, Voll-LED-Scheinwerfer
30. Oktober 2009
Der Herbst ist ein Hund. In der Jahreszeit der fliegenden Biker und fliehenden Cabrios fällt es besonders schnell auf, bleibt im Schreiberalltag ausnahmsweise mal keine Zeit für die Blogpflege. Mein Versäumnis wurde offenbar, als ich diese Woche für die Reportage über die diesjährigen Highlights der heimischen Wintersportorte recherchierte. Die Liftkaiser zwischen Zell und Sölden erzählten mir von kuscheligen Bahnen, beheizten 8er-Bubbles und enormen Speicherteichen auf 3.000 Metern Seehöhe. Beim Tippen fror mir mein schneeweißes MacBook ein. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, da hatte es hierzulande noch 30 Grad.
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Tags: britische Formel 3, Cockpitperspektive, DriveStyle-Fahrbericht, Hungaroring, Manfred Stohl, Motorjournalist Florian T. Mrazek, Radical SR3, Ryan Sharp, Ungarn, Walter Grubmüller, World Series by Renault
19. Oktober 2009
Mit einem technischen Defekt ging heute Sonntag in Oschersleben Walter Lechner jrs. Saison in der ADAC GT Masters zu Ende. Schon kurz nach dem Start kam es zu starkem Ölverlust, in Runde 7 stellte der 28-jährige Salzburger seinen Ford GT endgültig ab. Trotz des Pechs im letzten Rennen zieht Walter Lechner jr. eine positive Saisonbilanz.
Oschersleben. Das Saisonfinale in Oschersleben stand für Walter Lechner jr. unter keinem guten Stern: In der Regenschlacht gestern von Startplatz 16 noch Achter, war das heutige Rennen schon nach wenigen Kilometern vorbei. „Den Start habe ich ganz gut erwischt und gleich ein Auto überholt. Doch schon nach drei Runden wurde das Auto immer unruhiger und ich wäre ein paar Mal fast auf meinem eigenen Öl ausgerutscht.“ Als in Runde 7 dann Flammen aus dem Heck des Ford GT schlugen, stellte Walter sofort ab.
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Tags: ADAC GT Masters, Christoffer Nygaard, Ford GT, Lechner Racing, Motorjournalist Florian T. Mrazek, Oschersleben, Team Fischer Racing, Walter Lechner jun.
17. Oktober 2009
Strömender Regen und Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt machen das letzte Rennwochenende der ADAC GT Masters in Oschersleben zu einer echten Härteprüfung für Fischer Racing. Trotz Startposition 16 zeigen Walter Lechner jr. und Teamkollege Christoffer Nygaard Kämpferqualitäten – konstante Rundenzeiten und eine gute Boxenstrategie bringen den Ford GT am Samstag noch in die Punkteränge.
Oschersleben. Schon nach dem ersten freien Training am Freitag war klar: Bei diesen Bedingungen gibt es für Walter Lechner jr. und seinen Teamkollegen Christoffer Nygaard in Oschersleben wenig zu holen. „Seit wir an der Rennstrecke angekommen sind, regnet es praktisch ununterbrochen, und das bei gerade einmal drei Grad“, beschreibt Walter Lechner jr. das Wetter, das eher Gedanken an einen Skiabfahrtslauf als an ein Autorennen aufkommen lässt. Dennoch ließ sich das Fahrerduo von Fischer Racing von Platz 16 im Qualifying nicht entmutigen.
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13. Oktober 2009
Oktober bedeutet Endspiel-Atmosphäre im Motorsport! So auch in der ADAC GT Masters, wo am kommenden Wochenende das Saisonfinale auf dem Programm steht. In Oschersleben fuhr Walter Lechner jr. heuer bereits zweimal nur knapp am Podium vorbei. Nach einem fünften und einem vierten Platz hofft der 28-jährige Salzburger in den beiden letzten Rennen der laufenden Meisterschaft auf weitere Spitzenresultate und einen erfolgreichen Jahresabschluss.
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