Kein glückliches Ende nahm die Premiere von Walter Lechner jr. als Ehemann: Der 28-jährige Salzburger schied im ersten Rennen der ADAC GT Masters am Lausitzring auf Rang 4 liegend aus. Zehn Minuten vor Rennende kollidierte der Pilot von Fischer Racing bei einem Überrundungsmanöver mit dem auf P5 folgenden Audi R8 von Nicolas Armindo. Morgen Sonntag geht Lechner jr. als Startfahrer von Position 6 aus ins zweite Rennen.
Lausitz. Dabei hatte das Wochenende für das Team Fischer Racing vielversprechend begonnen: Bei Temperaturen von knapp 30 Grad kam das Fahrerduo Lechner jr./ Nygaard mit dem Ford GT bestens zurecht und belegte in den freien Trainings jeweils den starken dritten Platz. Bei Schlechtwetter und 15 Grad weniger am Samstagvormittag bauten die Reifen kaum Grip auf, dennoch reichte es im Qualifying für Startposition 6.
Sintflutartige Regenfälle setzten kurz vor Rennbeginn die Strecke unter Wasser, gestartet wurde deshalb hinter dem Safety Car. Startfahrer Christoffer Nygaard fuhr in der ersten Rennhälfte mit Regenreifen bis auf Platz 3 nach vorne. Bei auftrocknender Strecke entschied sich das Team für den Wechsel auf Slicks, nach dem Boxenstopp kam Walter Lechner jr. hauchdünn vor dem überrundeten Lamborghini von Jan Lammers zurück ins Rennen. Lechner: „Auf der Strecke waren zu diesem Zeitpunkt noch viele nasse Stellen, auf denen ich auf den kalten Slicks höllisch aufpassen musste. In der ersten Runde stand ich gleich mehrmals quer, weshalb ich den überrundeten Lambo und auch einen Audi vorbeilassen musste.“
Genau das wurde Lechner letztlich auch zum Verhängnis. Mit warmen Reifen war er in der Folge deutlich schneller als Lammers, kam jedoch mehrere Runden nicht am ehemaligen Grand Prix-Piloten vorbei. „Von hinten kam mit Nicolas Armindo schon der nächste Audi R8 herangestürmt, ich musste also so schnell wie möglich vorbei. Als wir auf einen weiteren Überrundeten aufliefen, wählte ich zwischen den beiden Fahrzeugen die Mitte –beim Anbremsen knallte mir Armindo dann ins Heck. Das Ganze ist umso ärgerlicher, da wir das bisherige Wochenende ganz easy mit der Spitze mithalten konnten“, so der enttäuschte Walter Lechner jr., der mit gebrochener hinterer Radaufhängung noch als 15. gewertet wurde.

