Auf den ersten Blick bietet die englischsprachige App mit dem wenig appetitlichen Namen „SitOrSquat“ (zu Deutsch: „sitzen oder hockeln“) eine Lösung für ein recht alltägliches Problem: Mittels GPS-Ortung und einer globalen Datenbank zeigt das Programm auf einer Karte die nächste öffentliche Toilette an. Klingt banal – doch wer jemals mit kleinen Kindern auf dem Rücksitz unterwegs war, wird dieses kleine, feine Programm zu schätzen wissen. Denn wer muss, der muss. Aktuell kennt die Datenbank rund 100.000 stille Örtchen rund um den Globus. In Österreich ist die Abdeckung zwar noch ein wenig dürftig. Doch gemäß dem Web 2.0-Gedanken kann man der App auch neue Toiletten vorstellen – und damit anderen Usern, die gerade etwas unter Druck stehen, einen großen Gefallen tun. Besonders clever ist die Funktion, die ausschließlich solche Toiletten anzeigt, die im Augenblick der Suche auch tatsächlich geöffnet sind.
Es war nur eine kleine Unterschrift, aber ein entscheidender Schritt für Österreichs wohl größtes Motorsport-Talent: Dominik Kraihamer startet in der kommenden Saison für den französischen OAK-Rennstall in der neugeschaffenen FIA World Endurance Championship (WEC). Damit ist der erst 22-jährige Salzburger endgültig in der Königsklasse des Langstreckensports angekommen und wird 2012 mit einem 540 PS starken LMP1-Prototypen an allen acht Weltmeisterschaftsläufen auf drei Kontinenten teilnehmen – darunter auch den 24 Stunden von Le Mans.
Fast wäre es das perfekte Wochenende für Dominik Kraihamer geworden: Nach überlegener Trainingsbestzeit am Freitag, Rang 2 im Qualifying und einer souveränen Anfangsphase waren Dominik Kraihamer und sein belgischer Teamkollege Nicolas de Crem beim Auftaktrennen der Le Mans Serie (LMS) in Le Castellet auf dem besten Weg, gleich bei ihrem ersten Antreten in der LMP2-Klasse zu gewinnen. Doch dann brachte ein buchstäblicher „Ein-Euro-Defekt“ den bis dahin perfekt laufenden Oreca 03-Nissan vom Team Boutsen Energy um alle Siegchancen. Doch die Konkurrenz ist gewarnt: Nach dieser Talentprobe sind die beiden „Boutsen-Boys“ die erklärten LMP2-Favoriten für das nächste Rennen in Spa-Francorchamps!
Good News aus Salzburg: Dominik Kraihamer, vergangenes Jahr Meisterschafts-Dritter in der Prototypen-Nachwuchsserie Formula Le Mans (FLM), steigt heuer mit seinem Team Boutsen Energy Racing in die LMP2 auf! In der zweithöchsten Prototypen-Kategorie geht der z1-jährige Salzburger erneut mit seinem Teamkollegen Nicolas de Crem an den Start. Gemeinsam mit dem erst 20-jährigen Belgier bildet Dodo 2011 das jüngste Duo in der gesamten Le Mans Serie. Bei den fünf Saisonrennen werden die beiden in einem brandneuen Oreca 03/Nissan-Prototypen antreten, den erneut das Team des mehrmaligen Formel 1 GP-Siegers Thierry Boutsen betreuen wird.
Die Erkenntnis, dass sich Schnee, Eis und altes Blech nicht besonders gut vertragen, ist in etwa so bekannt wie die Tatsache, dass die Benzinpreise jedes Wochenende steigen. Was die Familie Weitgasser jedoch nicht daran hinderte, auch in diesem Jahr zum fröhlichen Wettdriften nach Altenmarkt zu laden. Historic Ice Trophy nennt sich das und lockt Jahr für Jahr Dutzende Oldtimer-Fahrer sowie unzählige Fans in den schönen Pongau. Auch 2011 stellten sich 40 hochkarätige Boliden aus 40 Jahren Automobilgeschichte dem 2,5 Kilometer langen vereisten Rundkurs, der trotz des Tauwetters den bis zu drei Zentimeter langen Spikes standhielt. Zu sehen gab es automobile Leckerbissen wie einen original VW Salzburg Käfer, einen Renault R5 Turbo, eine wunderschöne Alfa Romeo Guilia – sogar ein flotter Trabant ging mutig auf Zeitenjagd. Das älteste Fahrzeug im Feld war der Ford Angelina von Herbert und Dominic Schwanner aus dem Jahr 1961. Am Ende des zweitägigen Quertreibens siegten mit Günther und Manuela Lacius auf Porsche 944 Targa erneut nicht die Schnellsten, sondern die Gleichmäßigsten – und strahlten mit der Sonne um die Wette.
Was tut man, wenn BMW anruft und fragt, ob man im BMW 328 von 1937 beim Gaisbergrennen mitfahren will? Dem Siegerauto der Mille Miglia 1940. Richtig – man sagt ja, alle anderen Termine ab und packt die Badehose ein. Schnürlregen und offener Oldtimer vertragen sich nicht so gut. Wer kann schon ahnen, dass der BMW-Rennanzug genauso toll beinand ist wie der Oldie selbst – da spürt man nicht nur keinen Regen, das Ding ginge notfalls auch als Tauchanzug durch: Wasserdicht bis 40 Meter. Nur das Anziehen ging schneller.
Ein Podiumsplatz und jede Menge Meisterschaftspunkte – so lautet die Ausbeute für das Lechner Racing Team beim Saisonauftakt der MINI Challenge 2010. Während der Routinier Stefan Landmann mit den Plätzen zwei und sieben am Hockenheimring wichtige Punkte im Kampf um den Titel sammelte, überzeugte Rookie Richard Trange auf Anhieb mit der schnellsten Rennrunde. Am Ende zweier knapper Rennen reichte es für den erst 17-jährigen Schweden für zwei neunte Plätze.
Einen größeren Kontrast kanns wohl nicht geben: Während das Drivestyle-Testfahrzeug der kommenden Woche – der BMW X1 – daheim in Salzburg im Schnee versinkt, beginnt hier in Südfrankreich gerade der Frühling. Woran man das merkt? Hier blühen die Frühlingsblumen, in Österreich die Frostbeulen. Außerdem geht am Circuit Paul Ricard morgen der letzte Test der Le Mans Series über die Bühne, bevor am 10./11. April an selber Stelle die Ampeln für die 2010er-Saison auf Grün schalten.
Motorsportjournalist Florian T. Mrazek berichtet live aus Le Castellet.
Schon der Name geht runter wie der vierte Faschingskrapfen: Audi RS6 Plus Sport. Der kostet nicht nur 3.250 Euro mehr als der normale RS6, dank Aufhebung des Topspeed-Limits läuft das auf 500 Stück limitierte Sondermodell des Sondermodells des A6 303 km/h. Kein Faschingsscherz.
Florian T. Mrazek
Während es die mit den fünf Ringen in Vancouver bisher nicht hinbekommen haben, zeigen es die mit den vier Ringen in Ingolstadt nun, wie das so geht mit Superkombis. In Sachen Leistung bleibt beim 580 PS starken V10 aus dem Lamborghini alles beim Alten. Dort, wo man den RS6 schonb bisher am öftesten trifft – auf der Überholspur auf deutschen Autobahnen – dürfte man den Unterschied aber deutlich spüren. Denn anders als sein müsam zivilisierter Bruder schert sich der Audi RS6 Plus Sport nix aus der freiwilligen 250 km/h-Beschränkung und läuft so locker lässig über 300 km/h.
Das Motorsportjahr 2010 ist noch kein Monat alt, und doch hat Österreich schon einen Motorsport-Meister! Der 20-jährige Prototypen-Youngster Dominik Kraihamer gewann am vergangenen Wochenende das dritte und letzte Sprintrennen zur Sportwagen Winterserie und sicherte sich damit auch den Meistertitel in seiner Klasse.
Motorsportjournalist Florian T. Mrazek berichtet aus Le Castellet.
Besser hätte das Motorsportjahr für Dominik “Dodo” Kraihamer kaum beginnen können. Mit seinem zweiten Sieg in der laufenden Winterserie (drei Rennen, allesamt auf dem HTTT Paul Ricard in Le Castellet, FRA) sicherte sich Dodo Kraihamer als erster Pilot den Meistertitel in der Sprint-Wertung der erstmals ausgetragenen Sportwagen-Winterserie.