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Redaktionsbüro Drivestyle
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    Autotests

    26. November 2010

    Gletschergaudi mit BMW

    Ja ist denn heut’ schon Weihnachten? Diese Frage stellte sich diese Woche eine Handvoll österreichischer Motorjournalisten. Zu Recht. Denn wie jedes Jahr lud BMW die heimische Brummbrumm-Journaille Ende November zur geselligen Drift-Gaudi nach Sölden. Da durfte Drivestyle natürlich nicht fehlen. Seit nun schon 20 Jahren stehen bei dieser 4×4-Leistungsschau mit Spaßgarantie die Allradmodelle von BMW im Vordergrund. Der Star in diesem Jahr: der neue BMW X3.

    Mit der lieb gewonnenen Tradition, den Winter mit einer ordentlichen Pistengaudi am Rettenbachferner zu beginnen, schlagen die cleveren BMW-Aushängeschilder Michael Ebner und Verena Kössner gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Erstens ruft man den Schreiberlingen auf direktem Wege in Erinnerung, WER in Österreich tatsächlich führender Allradanbieter im Premiumsegment ist. Mit einem Anteil von 38 Prozent führen die Weiß-Blauen hier vor Audi und Mercedes, aktuell stehen nicht weniger als 42 Modelle mit xDrive zur Auswahl. Und zweitens bietet sich nirgendwo sonst die Gelegenheit, praktisch die gesamte Allrad-Modellpalette der Marke unter tiefwinterlichen Bedingungen zu testen – vom 3er-Touring, über sämtliche X-Modelle bis hin zum 5er GT und dem Schlachtschiff 7er.

    Auch wenn sich an der Kunst des Driftens seit den Zeiten eines Walter Röhrls nicht viel geändert hat (O-Ton: “Das Auto fährt immer dort hin, wo der Fahrer hinschaut”), so war das BMW Winter Technik Drive heuer gleich doppelt aufschlussreich. Schließlich schaffte es kaum ein anderer Hersteller den Spagat zwischen Fahrsicherheit und Fahrspaß derart gekonnt wie die Bayern. So handelt es sich keineswegs um reines Marketingsprech, wenn man seitens der Entwickler besonders Stolz auf die sportliche Auslegung des intelligenten xDrive-Allradantriebs ist. Anders ausgedrückt: Während dir die elektronischen Spaßbremsen in anderen Autos längst grob auf die Finger hauen, lässt dich das intelligente Helferlein DSC an der langen Leine gern ein wenig Rumblödeln. Erst wenns gar zu quer kommt, greift der eingebaute Rallyeweltmeister helfend ein. Und zwar mit einer Geschwindigkeit, wie einst nur Bud Spencer seine berühmten Stereo-Watschn verteilte. Bumm-bumm – war was? Im Idealfall merkt der Fahrer gar nix davon, dass er laut Physik gerade eben eigentlich im Straßengraben hätte landen sollen.

    Die zweite Erkenntnis des BMW Winter Technik Drive: Neben dem Allradantrieb hat BMW auch der Automatik den Spaß am Schnee beigebracht. Zwar hauen unmittelbare Gasannahme und gewollter Lastwechsel mit einem manuellen Getriebe immer noch am besten hin. Aber hey: Wie oft stellt man das Auto im Alltag bewusst schon vor der Kurve quer? Abseits der spätpubertären WennichgroßundstarkbinwerdeichRallyeweltmeister-Anwandlungen gibt es derzeit wohl keine besseren Automatik als die im neuen BMW X3.

    Apropos X3: Die Dichte, mit der BMW sämtliche technischen Errungenschaften der letzten Jahre in einem einzigen Modell verdichtet (1. Automatik mit Start-Stopp-Funktion), verdient ebenso großen Respekt wie die Volksnähe, mit der sich Oliver Frank beim gemeinsamen Abendessen im Hotel Central unseren neugierigen Fragen stellte. Nur wenigen Technikern ist es vergönnt, fachliche Expertise derart verständlich zu vermitteln, wie dem BMW-Entwicklungsleiter für Automatikgetriebe. Seither ahne zumindest, wieviel Aufwand und Hirnschmalz hinter einem Automatikgetriebe steckt, das mittlerweile schon mehr Gänge hat als mein erstes Mountainbike vor 20 Jahren.

    29. August 2010

    Das Anti-Pfui-Experiment

    Stimmt schon: Autojournalist ist ein Traumjob. Ständig fährt man die neuesten, schönsten und schnellsten Autos. Reist an spektakuläre Orte. Schreibt über das, was man am liebsten hat. Doch selbst Traumjobs haben Nachteile. Wirklich. Beispiel gefällig? Je nach größe des eigenen Freundeskreises kann es zwischen drei und fünf Jahre dauern, bis ebendieser davon überzeugt ist, dass man als Autojournalist auch tatsächlich arbeitet. Auf gut Österreichisch: hakelt. Beim Testfahren ständig auf der Suche nach einem originellen Fotomotiv. Bei jedem Lenkeinschlag prüfend, ob der aktuelle motorisierte Lebensabschnittspartner unerwartete Schwächen oder Eigenarten offenbart. Technische Daten recherieren, abtippen, auswendig lernen, mit der potenziellen Konkurrenz vergleichen.

    4. Dezember 2009

    Wolperdinger 4MOTION oder: Gib mir Tiernamen!

    Ältere Geschwister sind eine coole Sache. Nicht nur, weil du spielzeugtechnisch nicht bei Null anfangen musst. Im Nachhinein betrachtet geben sie deiner Kindheit mehr Weitwinkel, höhere Auflösung und Dolby Surround. Viel mehr, als du kleiner Bimpf, der du so kurz nach dem Kaltstart nun mal bist, eigentlich haben kannst. Typischer Fall von Vorsprung durch Frühstart.

    Beispiel gefällig? Die Autos, die mein älterer Bruder in den 70ern cool fand, fand ich später selbst auch cool, eh klar. Es war die Zeit, als man Nutzfahrzeugen noch Tiernamen gab, in Anlehnung an die braven Viecherl, mit denen man jahrhundertelang Haus, Hof und Stall geteilt hatte. Haflinger. Pinzgauer. Noriker. Iltis. Dann kam irgendwann der humorlose Puch G. Aus unerfindlichen Gründen gibt man den motorisierten Sherpas dieser Welt seither Namen, die ungefähr so sexy klingen wie Haftcremes, Damenbinden oder kastrierte Kängurus.

    30. Oktober 2009

    Hot Laps in Ungarn

    Der Herbst ist ein Hund. In der Jahreszeit der fliegenden Biker und fliehenden Cabrios fällt es besonders schnell auf, bleibt im Schreiberalltag ausnahmsweise mal keine Zeit für die Blogpflege. Mein Versäumnis wurde offenbar, als ich diese Woche für die Reportage über die diesjährigen Highlights der heimischen Wintersportorte recherchierte. Die Liftkaiser zwischen Zell und Sölden erzählten mir von kuscheligen Bahnen, beheizten 8er-Bubbles und enormen Speicherteichen auf 3.000 Metern Seehöhe. Beim Tippen fror mir mein schneeweißes MacBook ein. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, da hatte es hierzulande noch 30 Grad.

    25. September 2009

    Actionvideo Ferrari F 458 Italia

    Ich kann mich echt nur wiederholen: der erste schöne Ferrari seit Jahren. In Bewegung noch schöner als auf der IAA…

    10. August 2009

    Aston Martin V12 Vantage im schönsten TV-Bericht ever

    Es gibt Menschen, die weinen bei kitschigen Liebesfilmen. Oder bei “ach, was für eine schöne Landschaft!”-Schnulzen à la Rosamund Pilcher. Wieder andere vergießen bei Horror-Filmen Tränen – meist aus anderen Gründen als Erstgenannte. Mir wäre es am vergangenen Wochenende beinahe bei einem Auto-Fahrbericht passiert.

    9. Juli 2009

    Californication im Weltkulturerbe

    2 1/2 Wochen hat uns das Salzburger Sauwetter auf die Folter gespannt: Regen – Sonne – Regen – Sonne – Hagel – keine optimalen Bedingungen für das Titelfotoshooting eines neuen deutschen Premium-Automagazins. Vor allem dann, wenn das Objekt der Begierde ein Roadster ist. Ein Ferrari Roadster.

     
    Doch selbst unter den Ferraris gibt es solche und solche. Neuerdings auch solche mit Stahlklappdach. Gerade einmal ein paar Monate ist es her, da präsentierte ein gewisser Michael Schumacher den Ferrari California in Maranello der Weltöffentlichkeit. Und heute rotzten, fauchten und pöbelten seine 460 PS durch die Salzburger Altstadt. Mit fatalen Folgen. Gut erzogene Fiakerpferde neigten zum spontanen Abapfeln und auf erzkatholischen Wandertagen war Schluss mit Zweierreihe.

    24. April 2009

    Der neue Golf GTI – flirten mit dem Fressfeind

    Mit dem Golf ist es so eine Sache. Mit dem GTI sowieso. Entweder man liebt ihn, oder man hasst ihn. Dazwischen ist nix – denn bekanntermaßen ist nichts so subjektiv wie automobile Zuneigung. Ebensowenig wie die erste Liebe vergisst man das erste eigene Auto. Bei mir war es ein schwarzes VW Käfer Cabrio, Baujahr 1979, das mir als damals 17-jährigen Autonarrischen den Kopf verdrehte. Während die Frauen kamen und gingen, blieb diese Beziehung treu bestehen – und feiert heuer ihr 10-jähriges Jubiläum.

     

    Meine Jugendliebe: das 1303er Cabrio

    16. April 2009

    MINI Cooper S Cabrio – Luftikus mit Zuckerguss

    Ein kleines Stückerl Geld für wenig Geld. So lautet das Motto, seit das ungüstiöse K-Wort seinen Weg vom hetzerischen Boulevard in die Realwirtschaft gefunden hat. Nach den Banken am wildesten gebeutelt, hat auch die Automobilindustrie längst ausgekuppelt und hofft im Spargang auf baldigen Rückenwind.

    DriveStyle war Ende Jänner bei der Weltpremiere des neuen MINI Cooper S Cabrios in Kärnten mit dabei. Dabei traf ich nicht nur den schnellsten Rentner der Gegenwart wieder, sondern lernte auch so einiges über die Kärntner Geographie…

    Die komplette Story ist ab sofort im “Fahren & Sparen”-Special der Wirtschaftnachrichten österreichweit zu lesen.

    Lehrstunde beim Rallye-Professor Rauno Aaltonen: Driften geht auch mit Frontantrieb!

    14. April 2009

    Ging ein Rauno durch die Menge…

    Rauno August Aaltonen, wie er mit vollem Namen heißt, ist das, was man im Volksmund eine Rallye-Legende nennt. Lange bevor die Rallye-Weltmeisterschaft erfunden wurde, wurde er 1965 Europameister und gewann auf Mini Cooper die legendäre Rallye Monte Carlo. Irgendwann dazwischen, so wird gemunkelt, hat er auch seine berüchtigte Fellmütze aufgesetzt.

    Seiner Mütze blieb der Rallye-Professor seither ebenso treu wie der Marke MINI. Anfang des Jahres traf ich ihn bei der Planai Classic – dem frostigen Pendant der berühmteren Ennstal Classic – wo der voll motivierte 70-jährige mit seinem österreichischen Navigator Michael Höll einen Austin Mini Cooper von 1964 durch den steirischen Winter zirkelte.