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Redaktionsbüro Drivestyle
Florian T. Mrazek

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    Autotests

    28. Februar 2012

    Geballte Zugkraft

    Ihr Name klingt verdächtig nach Eisenbahn, dabei haben sie ebenso viel mit den gigantischen Frachtschiffen der Weltmeere gemeinsam: Die australischen Road Trains, die größten, schwersten und längsten LKW der Welt. Wer hierzulande schon einen flauen Magen bekommt, wenn er auf der Landstraße einem Sattelschlepper begegnet, sollte Australien als Ziel seines nächsten Road Trips lieber gleich streichen. Denn, wenn es um Superlative bei Lastwagen geht, hat Down Under eindeutig die Nase vorne.

    GIGANTEN IM OUTBACK
    Bis zu 132 Tonnen schwer und unvorstellbare 100 Meter lang sind jene Stra.enzüge, die tagein, tagaus durch das australische Outback donnern und so die winzigen Zivilisationsinseln in der unendlichen Wildnis des fünften Kontinents miteinander verbinden. Da viele Städte nach wie vor nicht an das Eisenbahnnetz angebunden und die Entfernungen für europäische Verhältnisse enorm groß sind, stellen Road Trains oft die einzige Möglichkeit dar, die weitab gelegenen Siedlungen mit dem Notwendigsten zu versorgen.

    EINE KLASSE FÜR SICH
    Doch auch in Australien fahren nicht nur Giganten: Erst ab einer Länge von 36,50 Metern spricht man offiziell von einem Road Train. Zum Vergleich: Die längsten in Europa zugelassenen LKW erreichen gerade einmal eine Länge von knapp 20 Metern. In Australien hingegen sind dem Riesenwuchs praktisch keine Grenzen gesetzt: Der längste, jemals zusammengefügte Road Train bestand aus einer Mack-Titan-Zugmaschine und 112 Anhängern und war 1.474 Meter lang. Natürlich fuhr dieses Monster nie auf öffentlichen Straßen – doch auch dort sind Fahrzeuglängen von über 50 Metern keine Seltenheit. Mindestens 500 PS muss die Zugmaschine eines derartigen Gespanns laut australischem Gesetz haben. Und selbst dann benötigen die aus mehreren Anhängern und Sattelaufliegern bestehenden Riesen volle 30 Minuten, bis sie die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h erreicht haben. Wen wundert es da noch, dass sämtliche Zugmaschinen mit armdicken Stahlrammbügeln – ähnlich der Kuhfänger historischer Dampflokomotiven – ausgerüstet sind: Denn hat der Zug mit dem Gewicht eines ausgewachsenen Blauwals erst einmal Fahrt aufgenommen, dauert es naturgemäß auch eine ganze Weile, bis er wieder zum Stillstand kommt.

    NOCH GIBT ES SIE…
    Die wichtigste Route der Road Trains war seit jeher die Strecke von Darwin nach Alice Springs. Durch die Eröffnung der Bahnstrecke vor wenigen Jahren ist die Menge der auf der Straße transportierten Güter dort zwar stark zurückgegangen – doch immer noch gibt es genug Routen fernab jedweder Zivilisation, wo die Giganten der Landstraße gern gesehen sind. Vor allem für die örtlichen Tankstellenbesitzer sind die Road Trains überlebenswichtig: fassen ihre Tanks doch 1.500 Liter Diesel.

    DIE ASPHALT-GOLIATHS
    Road Trains bestehen aus mehrgliedrigen, überlangen Kombinationen aus Motorwagen mit Aufbauten oder Sattelzugmaschinen in Verbindung mit mehreren Anhängern und/oder Sattelaufliegern. Auf öffentlichen Straßen in Australien sind maximal 53,50 Meter Länge erlaubt, ein maximales Fahrzeuggewicht von 132 Tonnen sowie eine maximale Höhe von 4,60 Metern.

    Der Artikel ist in der 2011er-Ausgabe des AQ-Magazin erschienen, dem Kundenmagazin der Augustin-Quehenberger Group.


    26. November 2010

    Gletschergaudi mit BMW

    Ja ist denn heut’ schon Weihnachten? Diese Frage stellte sich diese Woche eine Handvoll österreichischer Motorjournalisten. Zu Recht. Denn wie jedes Jahr lud BMW die heimische Brummbrumm-Journaille Ende November zur geselligen Drift-Gaudi nach Sölden. Da durfte Drivestyle natürlich nicht fehlen. Seit nun schon 20 Jahren stehen bei dieser 4×4-Leistungsschau mit Spaßgarantie die Allradmodelle von BMW im Vordergrund. Der Star in diesem Jahr: der neue BMW X3.

    29. August 2010

    Das Anti-Pfui-Experiment

    Stimmt schon: Autojournalist ist ein Traumjob. Ständig fährt man die neuesten, schönsten und schnellsten Autos. Reist an spektakuläre Orte. Schreibt über das, was man am liebsten hat. Doch selbst Traumjobs haben Nachteile. Wirklich. Beispiel gefällig? Je nach größe des eigenen Freundeskreises kann es zwischen drei und fünf Jahre dauern, bis ebendieser davon überzeugt ist, dass man als Autojournalist auch tatsächlich arbeitet. Auf gut Österreichisch: hakelt. Beim Testfahren ständig auf der Suche nach einem originellen Fotomotiv. Bei jedem Lenkeinschlag prüfend, ob der aktuelle motorisierte Lebensabschnittspartner unerwartete Schwächen oder Eigenarten offenbart. Technische Daten recherieren, abtippen, auswendig lernen, mit der potenziellen Konkurrenz vergleichen.

    4. Dezember 2009

    Wolperdinger 4MOTION oder: Gib mir Tiernamen!

    Ältere Geschwister sind eine coole Sache. Nicht nur, weil du spielzeugtechnisch nicht bei Null anfangen musst. Im Nachhinein betrachtet geben sie deiner Kindheit mehr Weitwinkel, höhere Auflösung und Dolby Surround. Viel mehr, als du kleiner Bimpf, der du so kurz nach dem Kaltstart nun mal bist, eigentlich haben kannst. Typischer Fall von Vorsprung durch Frühstart.

    Beispiel gefällig? Die Autos, die mein älterer Bruder in den 70ern cool fand, fand ich später selbst auch cool, eh klar. Es war die Zeit, als man Nutzfahrzeugen noch Tiernamen gab, in Anlehnung an die braven Viecherl, mit denen man jahrhundertelang Haus, Hof und Stall geteilt hatte. Haflinger. Pinzgauer. Noriker. Iltis. Dann kam irgendwann der humorlose Puch G. Aus unerfindlichen Gründen gibt man den motorisierten Sherpas dieser Welt seither Namen, die ungefähr so sexy klingen wie Haftcremes, Damenbinden oder kastrierte Kängurus.

    30. Oktober 2009

    Hot Laps in Ungarn

    Der Herbst ist ein Hund. In der Jahreszeit der fliegenden Biker und fliehenden Cabrios fällt es besonders schnell auf, bleibt im Schreiberalltag ausnahmsweise mal keine Zeit für die Blogpflege. Mein Versäumnis wurde offenbar, als ich diese Woche für die Reportage über die diesjährigen Highlights der heimischen Wintersportorte recherchierte. Die Liftkaiser zwischen Zell und Sölden erzählten mir von kuscheligen Bahnen, beheizten 8er-Bubbles und enormen Speicherteichen auf 3.000 Metern Seehöhe. Beim Tippen fror mir mein schneeweißes MacBook ein. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, da hatte es hierzulande noch 30 Grad.

    25. September 2009

    Actionvideo Ferrari F 458 Italia

    Ich kann mich echt nur wiederholen: der erste schöne Ferrari seit Jahren. In Bewegung noch schöner als auf der IAA…

    10. August 2009

    Aston Martin V12 Vantage im schönsten TV-Bericht ever

    Es gibt Menschen, die weinen bei kitschigen Liebesfilmen. Oder bei “ach, was für eine schöne Landschaft!”-Schnulzen à la Rosamund Pilcher. Wieder andere vergießen bei Horror-Filmen Tränen – meist aus anderen Gründen als Erstgenannte. Mir wäre es am vergangenen Wochenende beinahe bei einem Auto-Fahrbericht passiert.

    9. Juli 2009

    Californication im Weltkulturerbe

    2 1/2 Wochen hat uns das Salzburger Sauwetter auf die Folter gespannt: Regen – Sonne – Regen – Sonne – Hagel – keine optimalen Bedingungen für das Titelfotoshooting eines neuen deutschen Premium-Automagazins. Vor allem dann, wenn das Objekt der Begierde ein Roadster ist. Ein Ferrari Roadster.

     
    Doch selbst unter den Ferraris gibt es solche und solche. Neuerdings auch solche mit Stahlklappdach. Gerade einmal ein paar Monate ist es her, da präsentierte ein gewisser Michael Schumacher den Ferrari California in Maranello der Weltöffentlichkeit. Und heute rotzten, fauchten und pöbelten seine 460 PS durch die Salzburger Altstadt. Mit fatalen Folgen. Gut erzogene Fiakerpferde neigten zum spontanen Abapfeln und auf erzkatholischen Wandertagen war Schluss mit Zweierreihe.

    24. April 2009

    Der neue Golf GTI – flirten mit dem Fressfeind

    Mit dem Golf ist es so eine Sache. Mit dem GTI sowieso. Entweder man liebt ihn, oder man hasst ihn. Dazwischen ist nix – denn bekanntermaßen ist nichts so subjektiv wie automobile Zuneigung. Ebensowenig wie die erste Liebe vergisst man das erste eigene Auto. Bei mir war es ein schwarzes VW Käfer Cabrio, Baujahr 1979, das mir als damals 17-jährigen Autonarrischen den Kopf verdrehte. Während die Frauen kamen und gingen, blieb diese Beziehung treu bestehen – und feiert heuer ihr 10-jähriges Jubiläum.

     

    Meine Jugendliebe: das 1303er Cabrio

    16. April 2009

    MINI Cooper S Cabrio – Luftikus mit Zuckerguss

    Ein kleines Stückerl Geld für wenig Geld. So lautet das Motto, seit das ungüstiöse K-Wort seinen Weg vom hetzerischen Boulevard in die Realwirtschaft gefunden hat. Nach den Banken am wildesten gebeutelt, hat auch die Automobilindustrie längst ausgekuppelt und hofft im Spargang auf baldigen Rückenwind.

    DriveStyle war Ende Jänner bei der Weltpremiere des neuen MINI Cooper S Cabrios in Kärnten mit dabei. Dabei traf ich nicht nur den schnellsten Rentner der Gegenwart wieder, sondern lernte auch so einiges über die Kärntner Geographie…

    Die komplette Story ist ab sofort im “Fahren & Sparen”-Special der Wirtschaftnachrichten österreichweit zu lesen.

    Lehrstunde beim Rallye-Professor Rauno Aaltonen: Driften geht auch mit Frontantrieb!