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    Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC)

    6. Mai 2012

    Radaufhängung stoppt Dominik Kraihamer in Spa

    Der Defektteufel bleibt Dominik Kraihamer auch beim zweiten Saisonrennen der Langstrecken-Weltmeisterschaft (FIA WEC) in Spa-Francorchamps treu: In einem von typischen Ardennen-Regenwetter geprägten 6-Stunden-Rennen holte die Mannschaft des französischen OAK Rennstalls alles aus dem motorisch unterlegenen Judd-Motor des Pescarolo LMP1-Sportwagens heraus und fuhr von Startposition zehn aus bis auf den starken siebten Platz nach vorne – bis eine gebrochene Radaufhängung drei Minuten vor Rennende das Fahrertrio Dominik Kraihamer, Guillaume Moreau (Frankreich) und Bertrand Baguette (Belgien) um die Früchte ihrer Arbeit brachte.

    Die guten Nachrichten zuerst: An seinem ersten Rennwochenende nach der überstandenen Leisten-OP konnte Dominik Kraihamer auf Anhieb an seine starke Leistung vom WM-Auftakt in Sebring anschließen: Der erst 22-jährige Salzburger holte alles aus sich und dem 540 PS starken Prototypen heraus. Dass es im Qualifying dennoch nur zur eher enttäuschenden 10. Startposition reichte, ist hauptsächlich dem Motor des Judd-Pescarolo-Boliden des Teams OAK Racing geschuldet.

    „Bereits im ersten freien Training war uns klar, dass wir auf trockener Strecke nur geringe Chancen gegen die direkte Konkurrenz der anderen Teams mit Benzin-Motoren haben werden – die vier Audis fahren sowieso in einer anderen Liga“, schätzte Dominik die Ausgangsposition nach dem Qualifying realistisch ein. Vor allem an der Hinterachse fanden die Techniker zu wenig Grip, um den LMP1-Sportwagen wirklich auf Speed zu bringen. Der einzige Lichtblick war das angesagte Regenwetter für das Rennen am Samstag, das die Karten neu mischen sollte.

    Und tatsächlich hatte der Wettergott Erbarmen: Samstag um 14.30 Uhr Ortszeit wurde das 6-Stunden Rennen auf nasser Strecke gestartet und binnen kurzer Zeit hatte sich der OAK-Pescarolo-Judd mit der Startnummer 15 bis auf die starke siebte Position nach vorne gekämpft. Als die Strecke jedoch nach und nach auftrocknete, wurde das Leistungsmanko des unterlegenen Judd-Motors offensichtlich. „Es war wirklich ein wenig frustrierend: Während wir in den kurvigen Passagen teilweise sogar die Zeiten der Audis an der Spitze mithalten konnten, verloren wir auf einer einzigen Gerade fast eine Sekunde und taten uns sogar schwer, die langsameren LMP2-Fahrzeuge zu überholen“, so Dominik. Dennoch gelang es dem Fahrertrio, Rang 7 und damit das Maximum an diesem Tag zu halten – bis gerade einmal drei Minuten vor Ablauf der Sechs-Stunden-Renndistanz eine gebrochene Radaufhängung für das Rennende sorgte.

    Vor dem großen Saison-Höhepunkt, den 24-Stunden von Le Mans am 16. und 17. Juni, setzt das OAK-Team rund um Teambesitzer Jacques Nicolet nun alles daran, das zweifellos große Potenzial des Fahrzeug-Chassis zu nutzen und den Leistungsnachteil des Motors aufzuholen. Am kommenden Montag bleibt OAK Racing für einen Test in Spa, danach steht am 3. Juni der offizielle Testtag in Le Mans auf dem Plan.

    22. März 2012

    Motorschaden stoppt Dodo Kraihamer in Sebring

    Mit einem lachenden und einem weinenden Auge kehrt Dominik Kraihamer am Montag von seinem Einsatz beim 12-Stunden-Rennen von Sebring in Florida (USA) zurück: Beim Auftakt der neugegründeten Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) gab der 22-jährige Salzburger seine Premiere am Steuer eines Pescarolo-Judd des französischen Teams OAK Racing. Obwohl ein Motorschaden nach 9 von 12 Stunden der Renndistanz das vorzeitige Aus bedeutete, zieht „Dodo“ nach seinem Debüt in der höchsten Sportwagen-Klasse LMP1, in der das Audi-Werksteam einen Doppelsieg feierte, ein positives Fazit. Schließlich war der gebürtige Mattseer mit einem Leistenbruch in das Rennen gegangen – und bis zum Motorschaden auf Platz 3!

    15. März 2012

    Dominik Kraihamer bereit für Sebring

    Über zwei Jahrzehntewaren die 12-Stunden von Sebring das traditionelle Eröffnungsrennen der prestigeträchtigen Sportwagen-Weltmeisterschaft. Als 1992 die bislang letzte WM über die Bühne ging, war Dominik Kraihamer gerade einmal zwei Jahre alt. 20 Jahre später bildet ausgerechnet die 60. Auflage des Klassikers in Florida (USA) erneut den Auftakt der neugegründeten Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC). Und mit Dominik ist am Wochenende von 16. bis 18. März auch ein Österreicher von Beginn an fixer Bestandteil einer neuen Ära.

    29. Februar 2012

    Presenting the Audi R18 e-tron quattro!

    Gewusst haben wir es ja schon seit einiger Zeit. Trotzdem ist die Weltpremiere des Audi R18 e-tron quattro etwas ganz besonderes. Irgendwie hat man das Gefühl, bei einem bedeutenden Augenblick der Motorsport-Geschicht mit dabei gewesen zu sein. Und der neue LMP1-Prototyp aus Ingolstadt hat es tatsächlich in sich: Die Hinterräder werden von einem 510 PS starken V6-TDI angetrieben. Zusätzlich wird die Energie aus den Bremsphasen zurückgewonnen, in einen Schwungradspeicher eingespeist und ab einem Tempo von 120 km/h dazu genützt, per Elektromotoren die Vorderachsen anzutreiben. Ergo: der neueste R18 ist der erste Sportwagen mit Diesel-Hyridantrieb und quattro-Antrieb.

    23. Januar 2012

    Dominik Kraihamer bei OAK Racing in der WEC!

    Es war nur eine kleine Unterschrift, aber ein entscheidender Schritt für Österreichs wohl größtes Motorsport-Talent: Dominik Kraihamer startet in der kommenden Saison für den französischen OAK-Rennstall in der neugeschaffenen FIA World Endurance Championship (WEC). Damit ist der erst 22-jährige Salzburger endgültig in der Königsklasse des Langstreckensports angekommen und wird 2012 mit einem 540 PS starken LMP1-Prototypen an allen acht Weltmeisterschaftsläufen auf drei Kontinenten teilnehmen – darunter auch den 24 Stunden von Le Mans.

    20. Januar 2012

    Ist Motorsport moralisch noch vertretbar?

    Warum die Entscheidung von Peugeot, ihr Langstrecken-Engagement einzustellen, nicht nur eine Blamage für den Motorsport, sondern eine Niederlage für den Umweltschutz ist.

    Als Motorsportjournalist hat man’s schwer. Der Neid der anderen, sein Geld für das Allernotwendigste (Benzin, Lesestoff, Hundefutter) mit dem Schreiben über das Schöne und Schnelle zu verdienen, ist an sich ja klass. “Mitleid kommt von allein, Neid muss man sich verdienen”, sagte schon mein Vater. Immer öfter jedoch mischt sich zur ehrlichen Bewunderung, das tun zu können, was immer schon den Herzschlag beschleunigt hat, das aufreibende Nebengeräusch inhaltlicher Kritik. Durch den Luftfilter der Objektivität, der all dem Jaulen und Raunzen dieses Meinungs-Gegenverkehrs die warme Luft entzieht, lässt sich folgende, ernstzunehmende Frage destillieren: