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Redaktionsbüro Drivestyle
Florian T. Mrazek

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    Reisen

    8. Januar 2011

    Anleitung zum gepflegten Kopf-Reset

    Mit der Arbeit ist es wie im Rennsport: Nur Racer ohne Hirn und Herz drücken permanent aufs Gas. Wer strategisch bremst und klug pausiert, steht am Ende des Rennens am Stockerl ganz oben.

    Gemäß dieser Gewinner-Strategie nutze ich Weihnachten und Neujahr seit jeher als ganzheitliches 100.000er-Service für Körper und Kopf. Die Weltklasse-Skipisten im SalzburgerLand laden die Lithium-Ionen-Akkus des körpereigenen Hybridsystems in nullkommanix auf 100 Prozent. Wer wohnt, wo andere Urlaub machen, wird körperlich schnell zum Tesla unter den Akkuschraubern.

    Mindestens ebenso viel Spaß macht das alljährliche Kopf-Reset: Zwei Wochen lang rede ich wenig und höre ausschließlich jenen Menschen zu, die mehr wissen als ich. Ohne den Luftfilter der eigenen Meinung gewinne ich dadurch neue Ansichten und frische Ideen. Dieses intellektuelle Rebooten befreit den Ego-Cache automatisch von lästiger Warmluft und schafft Platz für die Storys eines neuen Jahres.

    Besonders viel Hirn-Profit brachte diesmal ein Kurzbesuch in Oberlech. Mit ihrem Vorzeige-Hotel “Goldener Berg” erfreut Daniela Pfefferkorn ihre Gäste nicht nur mit Gastfreundschaft auf höchstem Niveau, sondern bietet zudem auch ein Geschmacks-Plus dank minimalem Alpin-Kitsch.

    Die Gaumen-Schreiber vom Gault Millaul fanden vor allem Gefallen an Küchenchef Marcel Ulm (zwei Hauben 2011). Der Brummbrumm-Journalist hält das futuristische Tunnelsystem für genial: In cooler Manier eines James-Bond-Bösewicht-Hauptquartiers wird hier die gesamte Logistik eine 4-Sterne-Superior-Hotels mit 40 Zimmern und über 70 Mitarbeitern per Seilbahn und Elektro-Wagerl praktisch emissionsfrei abgehandelt.

    Während die visionslosen Stadtpolitiker im heimatlichen Salzburg Autofahrer und Steuerzahler mit hirnloser Busspur-Kriegsmalerei und anderen Steinzeit-Methoden zum Vorglühen bringen, ist autolose Mobilität in Oberlech also längst Realität  - und absolut sexy!

    Hierzulande hatten bisher nur private Investoren den Mut, dem 21. Jahrhundert gemäß zu handeln. Derweil freut man sich im hohen Norden über eine weitere Verkehrs-Alternative: Im finnischen Rovaniemi, der flächenmäßig größten Stadt Europas und  bekannt für milchgesichtige Skispringer und den Weltrekord an Rallye-Weltmeistern, bevölkern neben Autos auch jede Menge Motorschlitten das Straßenbild.

    Deren Vorteil: wendiger und dank Erdgas-Antrieb auch grüner als jeder smart, nutzen sie neben den Straßen noch ein weiteres Verkehrsnetz – die zugefrorenen Flüsse der Stadt. Motorschlitten und Langlauf-Ski auf der Salzach? Angesichts des Brutalo-Winters in Europa vielleicht gar keine blöde Idee.

    Meine vollständige Reisereportage über Rovaniemi ist am 8. Jänner 2011 im Reiseteil der Salzburger Nachrichten zu lesen.


    Einen guten Drift ins neue Jahr wünscht euer Brummbrumm-Journalist,

    Florian T. Mrazek

    6. Juli 2009

    Kulinarischer Segeltörn im Ionischen Meer

    Lesern des Yachtmagazins OCEAN7 ist er längst ein Begriff: “Badehaubenkoch” Richard Hammerer, der einst auszog, um den Seglern das Kochen näherzubringen. Gesundes, günstiges und vor allem leckeres Essen auf Segeltörns – so lautet seine Mission. Um endlich auch einmal persönlich von Richards Kochkünsten profitieren zu können war es höchste Zeit für einen gemeinsamen Törn. Der Meinung war man auch beim irischen Charterunternehmen Sunsail – spontan stellte man uns eine pico bello Beneteau 39 für unseren kulinarischen Törn zur Verfügung. Anfang Juni gings per Flugzeug von München aus Richtung Lefkas/Preveza. Unser Ziel: das Ionische Meer – jener Teil Griechenlands, der noch weitgehend von Pauschaltripseuche und Maturareisenvirus verschont blieb.

    14. Mai 2009

    DriveStyle auf Kuba: Segeln bei Fidel & Co.

    Um Kuba zu erkunden, so heißt es, braucht man zwei Wochen; um es kennenzulernen zwei Monate und um es zu verstehen ein ganzes Leben. Doch diese Regel gilt nicht nur für das größte Karibikeiland selbst – auch als Segelrevier birgt Kuba jede Menge Überraschungen. Auf Einladung von Master Yachting und Platten Sailing reiste ich im Februar ins Reich der ewigen Revolution und konvertierte eigens dafür von der Motorbootfraktion zu den Seglern.

    Ein flüchtiger Blick in den Rückspiegel. Nach bald zwei Jahren OCEAN7-Erfolgsstory lief der persönliche Stapellauf vom Motor- zum Motorboot-Berichterstatter fugenlos wie der jungfräuliche Rumpf einer backfrischen Wally-Yacht. Das maritime Plug-in ist installiert, initialisiert und läuft absturzfrei.

    21. April 2009

    Perfekter DriveStyle für unterwegs!

    Normalerweise liegen Wohnmobile ja weit außerhalb meiner DriveStyle-Weltanschauung - und Wohnanhänger sind zu Recht der Albtraum eines jeden halbwegs stilsicheren Automobilisten.  Wer jemals ein holländisches Wohnanhänger-Gespann mit 145er-Straßenschneidern und einer wie ein Haflinger dampfenden Saugdieselpolo-Zugmaschine auf den Großglockner schnaufen sah, der wird mir Recht geben:  Es gibt stilvollere Methoden des Urlaubs. Ich bin da ganz der Meinung von Jeremy Clarkson, dem Presenter der BBC-Motorserie Top Gear www.topgear.com , der die kontrollierte, aber konsequente Zerstörung dieser Straßen-Schandflecke schon vor Jahren zur Kunstform erhob. Doch dieses Baby gefällt sogar mir…