Am 30. Juli feiert am Salzburgring die Rennfahreroper über Jochen Rindt ihre Uraufführung. Dort, wo Jochen Rindt sechs Tage vor seinem Tod sein letztes Rennen gewonnen hat.
Jochen Rindt war das erste große Motorsport-Idol Österreichs. Ein Außerirdischer, der als Formel 1-Held der 60er-Jahre in unbekannte Galaxien vorstieß, als hierzulande noch der VW Käfer-Maßstab galt. Mit Waschbärfell-Mantel und Tschick im Mundwinkel war er im Vergleich zu den geklonten Rennfahrer-Marionetten der Neuzeit ein schillernder Rockstar. Man könnte auch sagen: eine coole Sau.
Als sein Lotus 72 am 5. September 1970 beim Training für den GP von Monza ungebremst in die Leitplanken raste, war Rindt gerade einmal 28 Jahre alt. Wenige Wochen war er der erste und bisher einzige postume Weltmeister der Geschichte – und stieg damit endgültig zum James Dean des Rennsports auf. „Only the good die young.“
39 Jahre später setzen Hubert Lepka gemeinsam mit dem Künstlernetzwerk Lawine Torrèn und dem Salzburg Rallye Club Jochen Rindt ein Denkmal. Die Jochen-Rindt-Oper wird am 30. Juli bei einsetzender Dämmerung am Salzburgring uraufgeführt. Der Salzburger Regisseur und Choreograf Lepka – bekannt unter anderem durch sein spektakuläres Gletscherschauspiel „Hannibal“ in Sölden – stellt dabei den 30. August 1970 ins Zentrum. Jenen Tag, an dem Jochen Rind sein letztes Rennen gewonnen hat: den Festspielpreis der Stadt Salzburg.
„Die Handlung kreist um diesen Tag, den wir fast dokumentarisch am Salzburgring in Szene setzen. Von dort aus gibt es Rückblenden auf sein Leben und dann eine Vorblende auf die sechs Tage danach bis zum Unfall am 5. September in Monza“, so Lepka.
Neben all dem, was eine Oper im Allgemeinen ausmacht – Musik, Gesang und Tanz – wird es vor allem auch Rennautos zu sehen geben: ein paar Lotus 49 und 72 aus der Formel 1, Lotus 69 und 59 aus der Formel 2 sowie auch Formel V-Boliden, die Rindt persönlich gefahren ist, sorgen für eine authentische Rennatmosphäre. Für den benzinträchtigen Part der Oper zeichnet der Salzburg Rallye Club S.R.C. mit Thomas Matzelberger, Hermann Schwarz und Gert Pierer verantwortlich, die historischen Fahrzeuge sind großteils dem Lotus Club Austria zu verdanken.
Das Publikum steht dabei mitten auf der Rennstrecke bzw. in der Boxengasse – und damit so nahe am Geschehen, dass einem die Autos beinahe über die Füße fahren.
Uraufführung: Donnerstag, 30. Juli 2009, Salzburgring
Weitere Vorstellungen: 31. Juli, 1. und 2. August 2009
Einlass: ab 20.00 Uhr
Karten: ab Euro 36,-
Vorverkauf: oeticket.com, Tel. 01/96096
Weitere Infos: www.src.co.at www.torren.at/jochen








