Schon der Name geht runter wie der vierte Faschingskrapfen: Audi RS6 Plus Sport. Der kostet nicht nur 3.250 Euro mehr als der normale RS6, dank Aufhebung des Topspeed-Limits läuft das auf 500 Stück limitierte Sondermodell des Sondermodells des A6 303 km/h. Kein Faschingsscherz.
Florian T. Mrazek
Während es die mit den fünf Ringen in Vancouver bisher nicht hinbekommen haben, zeigen es die mit den vier Ringen in Ingolstadt nun, wie das so geht mit Superkombis. In Sachen Leistung bleibt beim 580 PS starken V10 aus dem Lamborghini alles beim Alten. Dort, wo man den RS6 schonb bisher am öftesten trifft – auf der Überholspur auf deutschen Autobahnen – dürfte man den Unterschied aber deutlich spüren. Denn anders als sein müsam zivilisierter Bruder schert sich der Audi RS6 Plus Sport nix aus der freiwilligen 250 km/h-Beschränkung und läuft so locker lässig über 300 km/h.
Ladelust statt Kombifrust
Genau genommen sind es ja zwei Sondermodelle, die uns Audi rechtzeitig zum Beginn der großen 30-Jahre-Quattro-Partys bescheren. Der eine heißt „Plus Sport“ und kostet um 3.250 Euro mehr seine Brüder von der Stange, der andere hört auf den Namen „Plus Executive“ und ist um saftige 8.310 Euro teurer als der Standard-RS6, der ab 129.200 Euro zu haben ist. Was man dafür bekommt? Neben dem erwähnten Speed-Doping 20-Zöller im Fünfspeichen-Design, das Sportfahrwerk Plus sowie ein wunderbar sinnfreies Carbon-Designkit, das man als Fahrer eh niemals sehen wird.
Superkombi
Denn wer halbwegs bei Verstand ist (im Rahmen der Lebenseinstellung eines RS6-Fahrers natürlich), dann gibt man den Platz hinter dem Lenkrad sowieso nicht mehr her. Von dort sieht man das RS6-Logo auf der Fußmatte, das RS6-Logo auf dem Armaturenbrett und das RS6-Logo auf dem Beifahrersitz. Klingt verrückt, aber letzenendes argumentiert man bei Audi sogar mit dem Preis: Denn wer bisher die Individuallackierung der Quattro GmbH, eine Rundum-Lederausstattung und das MMI-System mit 40 Gigabyte orderte, musste bisher doppelt so viel ausgeben.


