Vor 100 Jahren begann die Geschichte des Unternehmens Audi. Damals, noch lange vor dem deutschen Wirtschaftswunder, waren in unseren Breiten noch einige Tugenden verbreitet, die heute ebenso so selten geworden sind wie Banker, die etwas aus der Finanzkrise gelernt haben. Zwei davon spielten bei der Gründung von Audi eine entscheidende Rolle.
Da wäre zunächst das Zuhören: In einem Zeitalter der pausenlosen Dauerkommunikation, in denen die Nachricht des zur Neige gehenden Klopapiers in missionarischem Eifer in die Welt getwittert wird, erhält Zuhören einen völlig neue Qualität. Plappern kann ein jeder Aff. Zum Zuhören und Verstehen braucht’s schon ein bisserl Hirn. Ein Experiment, zur Nachahmung empfohlen: Kürzlich nahm ich mich als Berufsschreiber und Hobbyquatscher selbst einmal bewusst zurück und stutzte meinen „Ballbesitz“ während eines Geschäftsessens auf unter 10 Prozent. Die Folge: Noch am nächsten Tag bedankte sich das Gegenüber für das „tolle Gespräch“. Merke: Was selbst man sagt, das weiß man schon. Nur wer zwischendurch mal zuhört, lernt noch dazu und macht sich Freunde.
Mit der zweiten Tugend ist das Latein gemeint. Ich gestehe: auch ich gehöre zur Mehrheit jener, die es nie ordentlich lernte. Ist blöd, macht aber nix, so mein Motto. Die Gründung von Audi beweist das Gegenteil: Nach seiner Karriere bei Carl Benz machte sich August Horch 1899 selbstständig und gründete in Köln die Horch & Cie. Motorwagen Werke.
Wie es so kommt, verließ Horch nach Differenzen mit dem Vorstand und dem Aufsichtsrat 1909 das Unternehmen. Nicht faul, gründete er jedoch gleich darauf ein zweites Automobilunternehmen. Da sein Name bereits vergeben und als Markenname geschützt war, suchte er verzweifelt nach einem neuen Firmennamen. Die Idee, den lateinischen Imperativ des deutschen Wortes „höre – horch“ zu verwenden, kam schließlich vom Sohn eines Geschäftspartners, der als Lateinschüler die goldene Idee hatte. Aus Horch wurde Audi, die wenig später als Auto Union Konkurrent Horch schluckte und 100 Jahre später die erfolgreichste Automarke der Gegenwart ist. Heute ist Audi eine von nur noch drei jener ehemals 50 deutschen Automarken, die damals schon existierten. 2008 wurden im 13. Rekordjahr in Folge 1.003.469 Automobile verkauft.
Sonderausstellung „100 Jahre Audi“ bei Porsche Salzburg
Von 16. bis 18. Juli präsentierte Porsche Salzburg ausgewählte Highlights aus der 100jährigen Unternehmensgeschichte. Drei Tage lang demonstrierte eine Handvoll unbezahlbarer Fahrzeuge, was den Markenslogan „Vorsprung durch Technik“ ausmacht. Zu sehen waren neben einem 84er Sport quattro u. a. auch ein Horch 835 A, Baujahr 1939 und eine DKW F2 Reichsklasse.
Um vor lauter Nostalgie nicht auf Gegenwart und Zukunft zu vergessen, gedenkt Audi seines aktuellen Markenjubiläums auch bei den aktuellen Modellen. Die exklusiv für Österreich geschnürten und limitierten Audi Jubiläumsmodelle für A3, A4 und A6 bieten die beliebtesten Mehrausstattungen bei Preisvorteilen von bis zu 4.450,- Euro.
Mehr Infos auf der Audi-Webseite.




