Nach der bisher besten Teamleistung gestern fiel in der Regenlotterie vom Nürburgring die Kugel heute nicht auf die Startnummern 9 und 88 vom VIVUS Racing Team: Hari Proczyk ging von Startposition zwei gleich nach dem Start in Führung, konnte die Pace an der Spitze jedoch nicht ganz mithalten. Eine umstrittene 30-Sekunden-Strafe beendet alle Hoffnungen auf einen Podiumsplatz. Stefan Landmann wurde im strömenden Regen Fünfter und bleibt in der Meisterschaft auf Schlagdistanz.
Nürburgring. Bei für die Eifel typischen Wetterkapriolen konnten beide Piloten nicht das volle Potenzial der VIVUS-Rennminis ausschöpfen. Dabei ging Hari Proczyk von der ersten Startreihe aus sogar in Führung. „Leider konnte ich den Speed meiner Konkurrenten nicht ganz mitgehen und wurde in der Folge bis auf Platz vier durchgereicht. Dann habe ich mich bei den schwierigen Bedingungen vor einer Schikane verbremst. Um eine Zeitstrafe zu vermeiden, habe ich sofort meinen Hintermann vorbei gelassen – dabei kam es zu einem Missverständnis, bei dem mir Oliver Metz ins Heck fuhr.“ Bei der leichten Berührung viel Proczyk auch hinter seinen Teamkollegen Stefan Landmann auf Platz sechs zurück. Dennoch bestraften ihn die Rennkommissare mit einer 30 Sekunden-Strafe, die den 33-Jährigen Routinier nachträglich alle Punkte kostete. Proczyk: „Schade, im Regen wären heute viele Punkte möglich gewesen!“
Eine solide Leistung zeigte der 22-jährige Stefan Landmann im zweiten VIVUS-Mini: Von P5 aus konnte er am Start gleich einen Platz gewinnen und kämpfte danach mit Hari Proczyk und Oliver Metz um Position vier. „Mit Rang fünf habe bei den heutigen Bedingungen das Maximum herausgeholt, leider war ich Regen nicht so überlegen wie noch gestern“, so Landmanns Fazit nach dem Wochenende. „Aber in vier Wochen fahren wir wieder hier, da greife ich wieder voll an.“ Von 7. bis 9. August gastiert die MINI Challenge erneut am Nürburgring.