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    Artikel mit folgendem Tag: erste Bilder Ferrari F458 Italia

    7. August 2009

    Schönes Biest: Ferrari F458 Italia

    Mit Ferrari war es in den letzten Jahren beinahe so wie mit Haferschleim: Inhalt top, Präsentation mangelhaft. Kein Tadel bei den Motoren, doch bei der Optik ist nix gesagt gelobt genug. Es wird erzählt, schwer abhängige Ferraristi fuhren deshalb ihre neuen Scuderias und Scagliettis nur noch bei Nacht. Das ersparte ihnen demütigende Begegnungen mit strahlenden Lambos, schneidigen Alfas und blaublütigen Zondas. Jetzt ist es endlich vorbei mit der Geniererei: Der F458 Italia wird nicht nur der die Steigerungsform der bisherigen Modell-Schwertspitze F430 – sondern auch der erste wirklich schöne Ferrari seit Jahren!

    Man stelle sich vor, Porsche gibt dem 911 den Beinamen „Deutschland“. Oder Jaguar nennt seinen XJ mal schnell „UK“. Übertrieben? Zu viel Patriotismus? Nun, dann muss man es bei Ferrari mit dem neuen Top-Modell F458 wirklich ernst meinen, denn wenn dieser bei der kommenden IAA in Frankfurt der Weltöffentlichkeit präsentiert wird, so hört er auf den offiziellen Taufnamen „Italia“.

    Mehr Leistung
    Große Worte aus Maranello, doch wie es scheint, hält der F458 Italia diesem Erwartungsdruck tatsächlich stand. Wie die Zahl im Namen bereits verrät, haben die Italiener beim Motor ordentlich nachgelegt: Der V8-Mittelmotor legt zwar nur um 0,2 Liter zu, schöpft aus diesem „Pfiff“ mehr Hubraum jedoch 570 anstatt bisher 490 PS. Das maximale Drehmoment liegt mit 540 Newtonmetern ebenfalls deutlich über den 465 Nm des Vorgänges. Dementsprechend eilig bringt der F458 den Sprint auf 100 hinter sich: Nach weniger als 3,4 Sekunden ist’s geschehen, der Topspeed endet mit 325 km/h ferraritypisch erst weit in der führerscheinlosen Zone. Für standesgemäße Kraftübertragung sorgt das Doppelkupplungsgetriebe aus dem California.

    Mehr Sparsamkeit
    Selbst an Marken wir Ferrari geht die aktuelle Umwelt- und Spardiskussion nicht spurlos vorbei. Gerade einmal 13,7 Liter soll auf 100 Kilometer fällig werden, was vor allem der Umstellung des Motors auf Direkteinspritzung zu verdanken ist.
    Im Cockpit verwöhnt der 458er mit neu gestaltetem Lenkrad und völlig neuen Armaturen, bei deren Gestaltung jemand mitzureden hatte, dem in letzter Zeit bekanntlich etwas langweilig geworden war: Michael Schumacher. Beim Außendesign geht man völlig neue Wege, mit der kurzen Fronthaube und der kuppelförmigen Fahrerzelle spannt der Ferrari optisch seine Muskeln wie ein Lipizzaner kurz vorm Sprung.
    Dass schön auch schnell sein kann, bewies der 458 Italia gleich bei der ersten Rennrunde in Fiorano, wo er sogar den Supersportler Enzo in die Schranken wies. Der Preis für das Coupé dürften über denen des F430 liegen, der ab rund 210.000 Euro (170.000 in Deutschland) erhältlich ist.