DriveStyle auf der IAA. Im vierten Teil seines IAA-Tagebuchs entsinnt sich Florian T. Mrazek seiner journalistischen Sorgfaltspflicht. Und widmet sich charmanten Modellen aus Italien.
Mit den Italienern auf der IAA ist es so eine Sache. Ein ums andere Mal retten sie mich mit den besten und stärksten Espressi vor dem eingefärbten Abwaschwasser, das unsere bundesdeutschen Freunde „Käffchen“ nennen. Ein ums andere Mal überzeugen Ihre Messestände durch Stil und Understatement. Auch die Autos werden jedem Mal wieder schöner. Die Frauen sind es immer geblieben.
Bei meinen bisherigen Frankfurt-Besuchen habe ich eines gelernt: Es gibt Motorjournalisten, die ausnahmslos nur dann abdrücken, wenn ein fesches Mädel vorm Auto steht. Diese Gattung stellt die große Mehrheit meiner Berufsgruppe. Dann wiederum gibt es solche, die damit extra warten, bis die dekorativen Damen mal Pause machen; schließlich sieht man ja sonst nix vom Auto.
Wenn ich darüber nachdenke, sehe ich mich wohl irgendwo dazwischen. Abhängig vom Auto. Und der Dame. Während die Engländer heuer teilweise auf weiblichen Aufputz verzichteten und die Japaner gleich mitsamt ihren Autos in Fernost blieben, stachen unsere Lieblingsnachbarn in dieser Hinsicht heuer wieder einmal besonders hervor. Ich behaupte sogar, es war heuer nahezu unmöglich, ein italienisches Auto ohne hübsche Begleitung zu fotografieren.
Achja, die Autos. Der Lamborghinie Reventon stahl auch heuer wieder allen die Show – diesmal als Roadster. Offen erinnert der 670-PS-Zwölfzylinder-Bolide noch mehr an einen Kampfjet als ein geschlossener Bruder. 1,2 Mio. Euro kostet der auf „ca. 20 Exemplare“ limitierte Überdrüber-Lambo. Daneben wirkt sogar der schönste Ferrari seit über einem Jahrzehnt etwas blass. Zu unrecht. Endlich darf das springende Pferd wieder schnell UND schön sein.
Sonst? Ja sonst gab’s noch das elegante Maserati Gran Cabrio. Oder den Alfa Romeo Mito MultiAir mit elektrohydraulischer Ventilsteuerung anstatt einer Nockenwelle. Dann noch den Lancia Ypsilon “Elle” – bei dessen Design das gleichnamige Frauenmagazin beteiligt war. Aha. Und natürlich den Fiat Qubo Trekking. Der… ja, der war halt auch dabei.












