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    Artikel mit folgendem Tag: Jochen Rindt

    8. September 2009

    Der Salzburgring: eine Liebeserklärung zum 40er

    Mit der weltweit ersten Rennfahreroper gedachte man Anfang August in seinen Boxengassen dem Mythos Jochen Rindt, jetzt ist der Salzburgring selbst an der Reihe: Die Rennstrecke im Nesselgraben feiert am 12. und 13. September mit einem besonderen Histo Cup Rennwochenende ihren 40. Geburtstag. Im Rahmen des „Race of Legends“ kehren Motorsport-Legenden wie Dieter Quester, Jockel Winkelhock oder Roberto Ravaglia zurück an den Ring.

    Wie fast alle Salzburger habe auch ich zum Salzburgring eine ganz besondere Beziehung. In Koppl, einen Steinwurf von der Nocksteinkehre entfernt aufgewachsen, dominiert der Ring schon die frühesten Kindheitserinnerungen. Es muss 1988 gewesen sein, als ich als Knirps von gerade einmal sieben Jahren auf allen vieren meinem älteren Bruder durchs Wasser des Alter Bachs hinterherkroch; durch das Wasserrohr unter der Nocksteinkehre gelangen wir so gratis ins Fahrerlager und konnten unsere Helden der DTM hautnah bestaunen. Ein paar Jahre später, die Motorrad-WM gastierte noch im Flachgau, verdiente ich mir als Parkplatzwächter vor der eigenen Haustüre meine ersten Schilling. Den Klang der 500er von Kevin Schwantz und Wayne Rainey habe ich heute noch in den Ohren.

    Das Wasserrohr unter der Nocksteinkehre ist heute längst vergittert. Dennoch sitze ich mit Ring-Direktor Alex Rainer am selben Tisch. Allzu viel dürfte in den letzten 20 Jahren also nicht falsch gelaufen sein.
    Grund ist eine Pressekonferenz anlässlich des runden Geburtstags des Rings. Zum 40er hat sich die IGM Salzburgring etwas Besonderes ausgedacht und Michael Steffny und seine Histo Cup-Mannen als offizielle Gratulanten beauftragt. Vier Jahrzehnte nach dem offiziellen Eröffnungsrennen werden u. a. die Boliden der legendären Formel-Vau heuer wieder durch die gefürchtete Fahrerlagerkurve driften.

    Neben dem Publikumsgaranten Histo Cup mit seinen sechs boomenden Rennserien wird vor allem das erstmals ausgetragenen „Race of Legends“ ein programmiertes Highlight. Neben originalgetreuen DTM-Granaten wie BMW M3, Alfa Romeo 155 und Mercedes 190 kommen hier nicht weniger als 5(!) BMW M1 aus der US-Procar-Serie zum Einsatz. Im Rahmenprogramm gibt’s u. a. den Williams F1-Boliden von Keke Rosberg zu bestaunen.

    Alle INFOS, ZEITEN und STARTERLISTEN gibt’s unter www.histo-cup.at

    27. August 2009

    DriveStyle deluxe: Ferrari, Frauscher & Jochen Rindt

    “AUTO EXPERIENCE”, das Magazin für Autokultur, ist ab sofort im Handel! Die Titelgeschichte: Motorjournalist Florian T. Mrazek testet den Ferrari California in der Salzburger Altstadt, Fotograf Heiko Mandl schießt in dabei ab. Außerdem: Ein Tag mit dem exklusivsten Motorboot der Gegenwart am Gardasee sowie Reportagen über das Gaisbergrennen 2009 und die Jochen Rindt Rennfahreroper.

    13. Juli 2009

    Der Rocker unter den Weltmeistern

     Am 30. Juli feiert am Salzburgring die Rennfahreroper über Jochen Rindt ihre Uraufführung. Dort, wo Jochen Rindt sechs Tage vor seinem Tod sein letztes Rennen gewonnen hat.

    Jochen Rindt war das erste große Motorsport-Idol Österreichs. Ein Außerirdischer, der als Formel 1-Held der 60er-Jahre in unbekannte Galaxien vorstieß, als hierzulande noch der VW Käfer-Maßstab galt. Mit Waschbärfell-Mantel und Tschick im Mundwinkel war er im Vergleich zu den geklonten Rennfahrer-Marionetten der Neuzeit ein schillernder Rockstar. Man könnte auch sagen: eine coole Sau.
    Als sein Lotus 72 am 5. September 1970 beim Training für den GP von Monza ungebremst in die Leitplanken raste, war Rindt gerade einmal 28 Jahre alt. Wenige Wochen war er der erste und bisher einzige postume Weltmeister der Geschichte – und stieg damit endgültig zum James Dean des Rennsports auf. „Only the good die young.“