Der Herbst ist ein Hund. In der Jahreszeit der fliegenden Biker und fliehenden Cabrios fällt es besonders schnell auf, bleibt im Schreiberalltag ausnahmsweise mal keine Zeit für die Blogpflege. Mein Versäumnis wurde offenbar, als ich diese Woche für die Reportage über die diesjährigen Highlights der heimischen Wintersportorte recherchierte. Die Liftkaiser zwischen Zell und Sölden erzählten mir von kuscheligen Bahnen, beheizten 8er-Bubbles und enormen Speicherteichen auf 3.000 Metern Seehöhe. Beim Tippen fror mir mein schneeweißes MacBook ein. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, da hatte es hierzulande noch 30 Grad.
So richtig heiß hatte ich es ja in Budapest. Als von Fan von Robert I. (Wir sind Kaiser) rechne ich die lieben Ex-Monarchiekollegen aber wieder zur Familie. Ungarn also, am 7. Oktober. Bei 32 Grad schwitzte ich in der Boxengasse am Hungaroring wie zuletzt während der achtstündigen Fahrt von Havanna nach Cienfuegos in einem “Camello”-Sattelschlepper-Taxi, gemeinsam mit 300 geruchsfesten Cubaneros. Walter Grubmüller sen. hatte die rot-weiß-rote Motorjournaille zum magyarischen GP-Kurs geladen, um gemeinsam die ersten Runde seines Juniors in einem Formel-Renault-Boliden zu erleben. 2010 wird Walter jun. für P1 Motorsport (gehört nun auch dem Herrn Papa) im Rahmen der „World Series by Renault 3,5“ an den Start gehen. Wie zu erwarten schlug sich der Filius als frischgebackener britischer F3-Vizemeister prächtig. Ebenso wie ein gewisser Manfred Stohl, der zur selben Zeit am selben Ort seine Premiere in einem Formel-Boliden O-Ton: „a windige Kistn“ feierte (dazu ein andermal mehr).
Richtig windig wurde es aber erst, als Grubmüller als Draufgabe und Belohnung für die mühsame Reisebus-Anreise einen Radical RS3 hervorholte. Dieser KTM X-Bow Englands mit seinem 1,3-Liter-Motorrad-Motörchen aus der Hayabusa leistet zwar nur 204 PS, dank 400 Kilo und einem Leistungsgewicht von 2 kg/PS fühlt sich die zweisitzige Nähmaschine mit Heckflügel und zwei knallharten Schalensitzen aber an wie ein Großer. Noch dazu, wenn ein echter Hochkaräter als Chauffeur verpflichtet wird, wie in diesem Fall Ryan Sharp. Der fährt im Alltag mit Karl Wendlinger in der FIA-GT und war wegen des 12-Stunden-Rennens ohnehin in der Gegend. An dieser Stelle könnte man jetzt stundenlang darüber schwafeln, wie unbequem das Ein- und Aussteigen im Radical ist, wie brutal anders Slickreifen am Asphalt picken und wie es sich anfühlt, wenn ein kleiner schottischer Rennfahrer in einem ebenso kleinen Rennauto bei 10.000 Touren beim Anbremsen. schaltet. Aber 1. gehen mir Freitagnachmittag leider die Superlative aus, und 2. habe ich zu diesem Zweck die Kamera-Application meines iphones entdeckt.
Also, einfach Video anschauen und die Runde als Beifahrer am Hungaroring selbst erleben!
Mit einem technischen Defekt ging heute Sonntag in Oschersleben Walter Lechner jrs. Saison in der ADAC GT Masters zu Ende. Schon kurz nach dem Start kam es zu starkem Ölverlust, in Runde 7 stellte der 28-jährige Salzburger seinen Ford GT endgültig ab. Trotz des Pechs im letzten Rennen zieht Walter Lechner jr. eine positive Saisonbilanz.
Oschersleben. Das Saisonfinale in Oschersleben stand für Walter Lechner jr. unter keinem guten Stern: In der Regenschlacht gestern von Startplatz 16 noch Achter, war das heutige Rennen schon nach wenigen Kilometern vorbei. „Den Start habe ich ganz gut erwischt und gleich ein Auto überholt. Doch schon nach drei Runden wurde das Auto immer unruhiger und ich wäre ein paar Mal fast auf meinem eigenen Öl ausgerutscht.“ Als in Runde 7 dann Flammen aus dem Heck des Ford GT schlugen, stellte Walter sofort ab.
Strömender Regen und Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt machen das letzte Rennwochenende der ADAC GT Masters in Oschersleben zu einer echten Härteprüfung für Fischer Racing. Trotz Startposition 16 zeigen Walter Lechner jr. und Teamkollege Christoffer Nygaard Kämpferqualitäten – konstante Rundenzeiten und eine gute Boxenstrategie bringen den Ford GT am Samstag noch in die Punkteränge.
Oschersleben. Schon nach dem ersten freien Training am Freitag war klar: Bei diesen Bedingungen gibt es für Walter Lechner jr. und seinen Teamkollegen Christoffer Nygaard in Oschersleben wenig zu holen. „Seit wir an der Rennstrecke angekommen sind, regnet es praktisch ununterbrochen, und das bei gerade einmal drei Grad“, beschreibt Walter Lechner jr. das Wetter, das eher Gedanken an einen Skiabfahrtslauf als an ein Autorennen aufkommen lässt. Dennoch ließ sich das Fahrerduo von Fischer Racing von Platz 16 im Qualifying nicht entmutigen.
Oktober bedeutet Endspiel-Atmosphäre im Motorsport! So auch in der ADAC GT Masters, wo am kommenden Wochenende das Saisonfinale auf dem Programm steht. In Oschersleben fuhr Walter Lechner jr. heuer bereits zweimal nur knapp am Podium vorbei. Nach einem fünften und einem vierten Platz hofft der 28-jährige Salzburger in den beiden letzten Rennen der laufenden Meisterschaft auf weitere Spitzenresultate und einen erfolgreichen Jahresabschluss.
„Weil ich ein Mädchen bin…“ holt Stefanie Halm für das Lechner Racing Team die Kohlen aus dem Feuer und gewinnt sensationell beim Saisonfinale der MINI Challenge 2009 am Salzburgring. Mit einem spektakulären Überholmanöver in der gefürchteten Fahrerlagerkurve verweist die 25-Jährige Hendrik Vieth (Gigamot) auf Platz zwei. Als erste Gratulantin wartete bereits Cora Schumacher im VIVUS-VIP-Zelt. Das VIVUS Racing Team holt nach der Pole und zwei Podestplätzen Rang drei in der Teamwertung, Stefan Landmann beendet die Meisterschaft als Vierter.
Motorjournalist Florian T. Mrazek berichtet vom Salzburgring.
Ein Jahr ist seit der großen Party vergangen, mit der man bei Lechner Racing den Gewinn der MINI Challenge 2008 feierte. Auch wenn das Salzburger VIVUS Racing Team um Robert und Walter Lechner heuer nur noch theoretische Chancen auf den Gewinn der Meisterschaft hat, so geht die rot-weiß-rote Mannschaft doch voller Motivation und Vorfreude in das Heimrennen kommendes Wochenende am Salzburgring.
Salzburg. Schon seit vier Jahren findet das große Saisonfinale der MINI Challenge im Rahmen der Rundstrecken-Trophy am Salzburgring statt – und diese Tradition wird auch heuer fortgesetzt. Beide Rennen an einem Tag, dazu die mit Abstand schnellste Strecke des Jahres und danach die große Saisonabschluss-Party – egal ob Vollblut-Racer, MINI-Fan oder Partytiger: das MINI Challenge-Finale am Salzburgring hält für jeden etwas bereit!
DriveStyle auf der IAA. Im vierten Teil seines IAA-Tagebuchs entsinnt sich Florian T. Mrazek seiner journalistischen Sorgfaltspflicht. Und widmet sich charmanten Modellen aus Italien.
Mit den Italienern auf der IAA ist es so eine Sache. Ein ums andere Mal retten sie mich mit den besten und stärksten Espressi vor dem eingefärbten Abwaschwasser, das unsere bundesdeutschen Freunde „Käffchen“ nennen. Ein ums andere Mal überzeugen Ihre Messestände durch Stil und Understatement. Auch die Autos werden jedem Mal wieder schöner. Die Frauen sind es immer geblieben.
DriveStyle auf der IAA. Heute nimmt Florian T. Mrazek die restlichen deutschen Hersteller unter die Lupe. Die wichtigsten Neuheiten von VW, Mercedes, Opel, Skoda, Seat, Melkus und – ja, dem Trabi!
Nachdem ich vergangenes Wochenende mit allerlei historischem und zeitgenössischem Motorsport eingedeckt war, kommt jetzt endlich der dritte Teil meines IAA-Tagebuchs. Vor ein paar Tagen waren schon der Porsche 911 Sport Classic, der BMW Vision Efficient Dynamics und die neuesten Audi-Werke dran. Nun folgen im Schnelldurchlauf die restlichen deutschen Hersteller. Best of Schwarz-Rot-Gold sozusagen.
So brutal kann Motorsport sein! Vor zwei Wochen war Stefan Landmann noch der gefeierte Held – Pole Position, erster Sieg und Platz zwei in der Meisterschaft. Nach den beiden Rennen am Sachsenring herrscht jedoch Ernüchterung beim VIVUS Racing Team. Trotz erneut starker Leistungen der beiden VIVUS Piloten verloren Team und Fahrer wertvolle Punkte im Kampf um die Meisterschaft. Schuld daran: Ein Defekt der elektronischen Tankanzeige.
Motorjournalist Florian T. Mrazek berichtet vom Sachsenring.
Der Sachsenring war einer der letzten weißen Flecken in seiner Rennkarriere – doch auch 2009 wird Walter Lechner jr. dort nicht an den Start gehen. Team Fischer Racing hat sich einstimmig dafür entschieden, bei den Läufen zur ADAC GT Masters am kommenden Wochenende nicht anzutreten. Grund dafür ist ein Motorenproblem am Ford GT, dessen Ursache bisher nicht gefunden wurde.
Sachsenring. Dieses Wochenende sollte ein absolutes Highlight werden, schließlich reiste Walter Lechner jr. in seiner Doppelfunktion als Teamchef seines MINI Challenge Teams sowie als Fahrer zum ADAC Masters Weekend an den Sachsenring. Aus seinem eigenen Renneinsatz wird nun leider nichts.