Nach kampfbetonter, aber unbelohnte Leistung am Samstag gingen Walter Lechner jr. und sein Teamkollege Christoffer Nygaard heute Sonntag voller Optimismus in den zweiten Lauf der ADAC GT Masters am Nürburgring. Von Startposition neun aus war ein Spitzenresultat zwar eine „Mission Impossible“ – dennoch waren Punkte das erklärte Ziel. Erst ein lockeres Hinterrad am Ford GT stoppte den weiter in Topform fahrenden Österreicher.
Motorjournalist Florian T. Mrazek berichtet vom Nürburging
Nürburgring. Schadensbegrenzung – unter diesem Motto ging der 28-jährige Salzburger heute von Position neun aus in den zweiten Wertungslauf in der Eifel. „Ich will heute unbedingt in die Punkte fahren, um unseren Rückstand in der Meisterschaft nicht zu groß werden zu lassen“, so Lechners Ansage vor dem Start. Und tatsächlich schaute es zunächst danach aus, als könnte der erfahrene GT-Pilot Boden gut machen.
Nach der turbulenten Startphase hatte Lechner ohne großes Risiko einen Platz gewonnen und hing am Audi R8 von Christopher Mies. „Ich konnte das Tempo des Audi beinahe mitgehen, obwohl meine Reifen viele Runden brauchten, um auf optimale Temperatur zu kommen. Gemeinsam schlossen wir zu den vorderen Fahrern auf – bis mein Auto plötzlich extrem übersteuerte und von Runde zu Runde immer unfahrbarer wurde.“
Lechner verlor massiv an Zeit, bis das Problem offensichtlich wurde: der linke Hinterreifen hatte sich ohne Feinberührung gelockert und drohte sogar, ganz verloren zu gehen. Wie schon am Vortag nutzte man bei Fischer Racing den ungeplanten Boxenstopp gleich für den Fahrerwechsel. Dennoch ging durch den Defekt zu viel Zeit verloren, Teamkollege Christoffer Nygaard blieb die undankbare Aufgabe, den Ford GT auf dem enttäuschenden 13. Platz ins Ziel zu fahren.
„Im Grunde genommen war es ein Wochenende zum Vergessen, mit so vielen technischen Problemen hat man einfach keine Chance, vorne mitzufahren“, trug Walter Lechner jr. die zweite Enttäuschung binnen 24 Stunden mit Fassung. „Gestern hatte ich wenigstens ein paar geile Fights mit dem Ascari und der Viper, aber heute hatten wir auch vor dem Defekt zu viele Probleme mit den Reifen.
Bei vier noch ausständigen Rennen zieht Lechner zumindest persönlich ein positives Fazit: „Auch ohne zählbares Resultat weiß ich nach diesem Wochenende, dass ich auch mit einem schwierig zu fahrenden Auto absolute Topzeiten fahren kann.“




