Ideale Partnerschaften brauchen manchmal etwas länger. Im Extremfall sogar 10 Jahre. So wie bei Martin Ragginger und Drivestyle. 10 Jahre nach dem allerersten Interview, das so niemals zustande kam, arbeiten der Porsche-Pilot und der Brummbrumm-Journalist aus Salzburg endlich zusammen.
Wir schreiben das Jahr 2002. Ein frischgefangener, blutjunger Journalist verdient sich gerade seine erste Sporen bei einer Salzburger Lokalzeitung. Noch zählen Supermarkt-Eröffnungen und Baureportagen zum täglich’ Brot, Drivestyle existiert gerade einmal als vage Idee. Es war jenes Jahr, als zwei Teenager aus Wals-Siezenheim im internationalen Kartsport für Furore sorgten: Martin Ragginger hieß der eine, Philipp Eng der andere.
Die perfekte Story für den angehenden Brummbrumm-Journalist, in Nullkommanix ist auch der Chefredakteur vom Wert der Geschichte überzeugt. Da das Handy noch die große Ausnahme, Google eine Suchmaschine unter vielen und Facebook noch nicht erfunden war, blieb vom geplanten Doppelinterview gerade mal ein Kurzbesuch bei den Engs. Zu beschäftigt und daher unerreichbar war Martin Ragginger schon damals.
Budapest, ein paar Jahre später. Aus dem 14-jährigen Karttalent war längst einer der erfolgreichsten Porsche-Junioren geworden, und auch der Schreiberling war endlich in den Boxengassen dieser Welt angekommen. Als Medien-Sekundant des sauschnellen Sportwagen-Youngsters Dominik “Dodo” Kraihamer spielte ich gerade Mauserl in den heiligen Hallen des Felbermayr-Proton-Teams. Ein gewisser Marc Lieb versucht mir gerade, die Technik des späteren Siegerautos 997 GT3 RSR zu erklären, als mir der Ragginger-Schriftzug am Schwesterfahrzeug auffiel. Doch auch dieses Mal wurde es nichts mit der Salzburg-Connection: Denn Martin zog es vor, an diesem Wochenende nicht nur den LMS-Lauf in Ungarn, sondern als Draufgabe auch noch im deutschen Carrera-Cup an den Start zu gehen. Dementsprechend wenig Zeit hatte er für nostalgische Erinnerungen.
Man sollte meinen, mit den paar Rennsport-Narrischen in Salzburg wäre es nur eine Frage der Zeit, bis man sich wieder über die Weg läuft. Trotzdem dauerte es wieder ein paar Jahre, bis Anfang dieser Woche – fast zehn Jahre nach dem Leider-Nicht-Interview von damals – das Telefon läutete: Ein gewisser Martin Ragginger suche nach einem gscheiten Pressesprecher. Ein paar Stunden und ein Mittagessen später die Salzburger Lösung perfekt. Schon bei den 24 Stunden von Dubai am kommenden Wochenende vertraut Martin Ragginger in Sachen Medienarbeit auf Drivestyle. Denn manchmal braucht selbst Logisches und Offensichtliches seine Zeit.
In diesem Sinne: Willkommen bei Drivestyle, Martin Ragginger!




