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    Artikel mit folgendem Tag: Salzburgring

    3. Oktober 2009

    Steffi Halm holt Heimsieg für Lechner Racing!

    „Weil ich ein Mädchen bin…“ holt Stefanie Halm für das Lechner Racing Team die Kohlen aus dem Feuer und gewinnt sensationell beim Saisonfinale der MINI Challenge 2009 am Salzburgring. Mit einem spektakulären Überholmanöver in der gefürchteten Fahrerlagerkurve verweist die 25-Jährige Hendrik Vieth (Gigamot) auf Platz zwei. Als erste Gratulantin wartete bereits Cora Schumacher im VIVUS-VIP-Zelt. Das VIVUS Racing Team holt nach der Pole und zwei Podestplätzen Rang drei in der Teamwertung, Stefan Landmann beendet die Meisterschaft als Vierter.

    Motorjournalist Florian T. Mrazek berichtet vom Salzburgring.

    Salzburgring. Obwohl Stefan Landmann vor seinem Heimrennen nur noch theoretische Chancen auf den Gewinn der Meisterschaft hatte, ging das VIVUS Racing Team rund um Robert und Walter Lechner topmotiviert in das letzte MINI Challenge Rennwochenende – und das zahlte sich auch aus: Schon im Qualifying am Freitag lagen alle drei von Lechner Racing betreute Fahrer ganz vorne: Hari Prozcyk holte die Pole Position vor seinem VIVUS-Teamkollegen Stefan Landmann, Steffi Halm vom Lechner Racing Team startete von Platz drei.

    Das erste Rennen am Samstagvormittag sorgte wie erwartet für die Vorentscheidung in der Meisterschaft: Ein zehnter Platz reichte Daniel Haglöf zum Triumph, während das VIVUS-Fahrerduo mit den Plätzen 2 und 3 fleißig Punkte für die Teamwertung sammelte. Das freute auch die VIVUS-Manager Helmut Berger und Gerhard Fischer.

    Im zweiten Rennen am Nachmittag nutzte Steffi Halm Startposition drei optimal aus und übernahm gleich nach dem Start die Spitze. In der Folge konnte sich Hendrik Vieth im Windschatten immer wieder an die 25-jährige Deutsche heranfahren. Beim Re-Start nach einer Safety-Car-Phase zog er dann vorbei – doch Steffi gab nicht auf. „Die einzige Stelle, an der ich an ihm vorbei konnte, war die Fahrerlagerkurve. Ich wusste, dass er um die Vize-Meisterschaft fuhr, also habe ich es riskiert – und es hat sich ausgezahlt“, so die überglückliche Siegerin.

    Des einen Freud’, des anderen Leid: Während Steffi Halm feierte, zog Stefan Landmann Saisonbilanz: „Als Rennfahrer ist man mit der „goldenen Himbeere“ als Vierter in der Meisterschaft natürlich nicht glücklich. Trotzdem muss ich nach einem Jahr mit meinem ersten Sieg und Podiumsplätze an fast jedem Wochenende zufrieden sein“, so der 23-jährige Tiroler.

    Positive Bilanz zog Teamchef Walter Lechner jr. „Wir sind mit erhobenem Haupt an den Salzburgring gekommen, um unseren Fans, Freunden und Partnern eine tolle Leistung zu bieten. Wir wollten unbedingt einen Sieg – dass Steffi den ersten Sieg eines Mädchens in der über 30-jährigen Geschichte von Lechner Racing schafft, ist natürlich perfekt.“

    8. September 2009

    Der Salzburgring: eine Liebeserklärung zum 40er

    Mit der weltweit ersten Rennfahreroper gedachte man Anfang August in seinen Boxengassen dem Mythos Jochen Rindt, jetzt ist der Salzburgring selbst an der Reihe: Die Rennstrecke im Nesselgraben feiert am 12. und 13. September mit einem besonderen Histo Cup Rennwochenende ihren 40. Geburtstag. Im Rahmen des „Race of Legends“ kehren Motorsport-Legenden wie Dieter Quester, Jockel Winkelhock oder Roberto Ravaglia zurück an den Ring.

    13. Juli 2009

    Der Rocker unter den Weltmeistern

     Am 30. Juli feiert am Salzburgring die Rennfahreroper über Jochen Rindt ihre Uraufführung. Dort, wo Jochen Rindt sechs Tage vor seinem Tod sein letztes Rennen gewonnen hat.

    Jochen Rindt war das erste große Motorsport-Idol Österreichs. Ein Außerirdischer, der als Formel 1-Held der 60er-Jahre in unbekannte Galaxien vorstieß, als hierzulande noch der VW Käfer-Maßstab galt. Mit Waschbärfell-Mantel und Tschick im Mundwinkel war er im Vergleich zu den geklonten Rennfahrer-Marionetten der Neuzeit ein schillernder Rockstar. Man könnte auch sagen: eine coole Sau.
    Als sein Lotus 72 am 5. September 1970 beim Training für den GP von Monza ungebremst in die Leitplanken raste, war Rindt gerade einmal 28 Jahre alt. Wenige Wochen war er der erste und bisher einzige postume Weltmeister der Geschichte – und stieg damit endgültig zum James Dean des Rennsports auf. „Only the good die young.“