Ein Podiumsplatz und jede Menge Meisterschaftspunkte – so lautet die Ausbeute für das Lechner Racing Team beim Saisonauftakt der MINI Challenge 2010. Während der Routinier Stefan Landmann mit den Plätzen zwei und sieben am Hockenheimring wichtige Punkte im Kampf um den Titel sammelte, überzeugte Rookie Richard Trange auf Anhieb mit der schnellsten Rennrunde. Am Ende zweier knapper Rennen reichte es für den erst 17-jährigen Schweden für zwei neunte Plätze.
Hockenheim. Erkenntnis nach dem ersten MINI Challenge-Wochenende des Jahres: Noch nie zuvor ging es in der beliebtesten Clubsportserie Europas knapper zu! Schon im Qualifying lagen elf der ersten zwölf Piloten innerhalb von nur drei Zehntel Sekunden. Lediglich Polesetter Hendrik Vieth konnte sich ein wenig Luft verschaffen. Anführer der wilden Meute dahinter: Lechner-Pilot Stefan Landmann auf Startposition zwei. Nachdem schon 2009 ein einziges Rennen zwischen Titel und Rang vier entschieden hatte, gibt es für den 23-jährigen Tiroler heuer nur ein Ziel: Punkte sammeln um jeden Preis! Dementsprechend motiviert ging Stefan Landmann am Samstag ins erste Rennen und lieferte sich über Runden ein heißes Windschattenduell mit Leader Vieth.
„Das Leistungsniveau bei Fahrer und Teams ist im Vergleich zum letzten Jahr noch einmal deutlich gestiegen“, so Landmann, der nach einem harten Kampf mit Steve Kirch schließlich den starken zweiten Platz behauptete. „Die Abstände sind minimal, die Fehler werden immer seltener, dementsprechend schwer wird auch das Überholen.“ Auch Richard Trange, mit 17 der mit Abstand jüngste Fahrer im Feld, beeindruckte Teamchef Walter Lechner jr. mit konstant schnellen Rundenzeiten. Der Schwede kam mit dem Lechner-Mini von Beginn an gut zurecht, am Ende der Samstags-Prozession reichte es für Platz neun.
Schnellste Rennrunde, Platz zwei in der Teamwertung
Schwerer Regen machte das zweite Rennen am Sonntag zur Regenlotterie. Während Richard Trange trotz der schnellsten Rennrunde auf Platz neun hängenblieb, gewann „Landi“ gleich nach dem Start einen Rang. Im Kampf um die dritte Position kam es dann jedoch zur Berührung – ausgerechnet mit Hari Proczyk, Landmanns Teamkollegen des vergangenen Jahres. In der Folge fiel der Tiroler bis auf Platz sieben zurück. „Mehr war heute leider nicht drinnen. Trotzdem bin ich zufrieden, ich habe so viele Punkte wie möglich mitgenommen und liege in der Meisterschaft mit Platz vier in Schlagweite zur Spitze“, so Landmanns Fazit, das ebenso positiv ausfiel wie das seines Chefs: „Überholmanöver waren an diesem Wochenende die absolute Ausnahme, dazu waren die Abstände ganz einfach zu eng“, so Walter Lechner jr. „Nicht ohne Grund hat jeweils der Fahrer auf Pole Position auch gewonnen. So gesehen hat Stefan optimal gepunktet und Richards Rundenzeiten waren für mich sowieso die Sensation des Wochenendes.“



